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Stillstand statt Ausbau: Durch wiederholtes Verlängern des Moratoriums stagniert der Windkraftanlagenzubau in Schleswig-Holstein. Foto: Iris Jaeger

Vier Jahre dauert nun schon das Windkraftmoratorium in Schleswig-Holstein. Entsprechend stagniert der weitere Windenergieausbau. Mit einem offenen Brief an Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert die Windenergiebranche Maßnahmen für Anlagenzubau und eine Entbürokratisierung der Genehmigungsverfahren.

Mit nur 20 Neugenehmigungen (67,4 MW) zum Bau von Wind­energieanlagen war 2018 bislang das schwächste Jahr. Im Vergleich zu 2016 (285 Anlagen und 867,1 MW) sei das ein Rückgang von 800 MW. "Das sind über 200 Anlagen jedes Jahr, die nicht gebaut werden", erklärte Horst Leithoff, Landesvorsitzender des Bundesverbandes Wind­energie (BWE), in einer Pressekonferenz zur angespannten Situation der Windbranche im Land. "So können wir die energiepolitischen Ziele in Schleswig-Holstein kaum erreichen. Die Landesregierung darf diesem sichtbaren Markteinbruch und dem Rückgang der Erneuerbaren Industrie nicht weiter Vorschub leisten." Vor dem Hintergrund einer erneuten geplanten Verlängerung des Moratoriums um weitere eineinhalb Jahre bis Ende 2020 fordert der BWE-Landesverband schnellstmöglich mehr Ausnahmegenehmigungen und Genehmigungen. Sonst finde die Energiewende ohne das windreiche Bundesland statt. Das gefährde konkret auch Arbeitsplätze und die Wertschöpfung im Land.

"Die Windenergie ist die tragende Säule für das Erreichen der klimapolitischen Ziele des Landes. Lange Zeit war Schleswig-Holstein Vorreiter in Sachen Ausbau der Windenergie und führender Forschungs- und Produktions­standort der Windindustrie. Dieser Status ist verloren gegangen. Gemeinsam mit der Branche sollte die Landesregierung Wege finden, den Wind­energiestandort Schleswig-Holstein wieder stark zu machen", so Leithoff. Den politischen Rahmen dafür habe die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag bis 2025 festgelegt.

Mit einem kontinuierlich angemessenen Zubau könne die Wind­energie wieder vorangebracht werden. Darüber hinaus müssten dringend Hemmnisse in den Genehmigungsverfahren abgebaut werden. "Mehr als 700 Tage Bearbeitungszeit für eine Genehmigung, wie traurig ist das denn?", so Leithoff.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2019 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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