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Um Siegelträger zu werden, verpflichten sich Windparkplaner, ihr Projekt gemäß Kriterienkatalog fair zu planen. Foto: weti

Unfaire und rechtlich fragliche Verträge, undurchsichtige Planungen, leere Versprechungen und Profitgier von Projektierern, Planern und Energiekonzernen prägten in der Vergangenheit oftmals die Windparkplanungen im Land. Das Nachsehen hatten die Landeigentümer, meist Landwirte, sowie die Bürger vor Ort, die mit den Mühlen leben müssen, ohne einen Nutzen davon zu haben. Ein neues Siegel, bei dem sich Windparkplaner selbst zu mehr Fairness und Transparenz verpflichten, soll verloren gegangenes Vertrauen wiederherstellen.

Erstmals vorgestellt wurde das Siegel "Faire Windparkplaner Schleswig-Holstein" im April auf dem Windbranchentag in Husum. Wer als Planer dieses Siegel erhalten möchte, verpflichtet sich auf Antrag, die in einer seit 1. Mai gültigen Leitlinie festgelegten Kriterien für eine nachvollziehbare, transparente, faire Projektplanung einzuhalten sowie alle Beteiligten und Betroffenen frühzeitig und umfassend in den Prozess mit einzubeziehen.

Informationsangebote für die breite Öffentlichkeit, verständliche, partnerschaftliche Verträge mit entsprechend fairer Pachtaufteilung und einem ehrlichen Umgang mit Dienstbarkeiten, das Berücksichtigen von Sorgen, Bedenken und Einwänden der Bürger vor Ort, finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten sowie eine regionale Unterstützung und Wertschöpfung seien weitere wichtige Anforderungen, die ein fairer Planer erfüllen sollte, meint Prof. Torsten Faber vom Wind Energy Technology Institute (Weti) der Hochschule Flensburg, das als unabhängige Stelle die Leitlinie verfasst und herausgegeben hat. Die Initiative zum Siegel kam Anfang 2017 vom Land Schleswig-Holstein und aus der Windbranche selbst.

"Doch was genau ist fair bei einer Windparkplanung?", diese Frage sei beim Erstellen der Leitlinie nicht mit eindeutigen Kriterien beantwortbar gewesen. Letztlich habe man es aber geschafft, Kriterien zu erarbeiten, "die wir messbar und überprüfbar als fair verstehen", berichtet Faber.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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