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Die Fermenterprobe wird in ein Zentrifugenröhrchen umgefüllt. Foto: Iris Jager

Zäh ergießt sich die grünlichbraune Masse von der Plastikflasche in das Probenröhrchen. Bei dem mit Pflanzenteilen durchsetzten breiigen Klumpen handelt sich um eine Fermenterprobe einer Biogasanlage, die auf verschiedene Kriterien hin im Labor von T&B – Die Biogasoptimierer in Tarp untersucht wird. Ziel der Analyse ist es, anhand der Werte mögliche Störfaktoren aufzudecken, bevor die komplexen Prozessabläufe in der Anlage ins Stocken geraten und den Gasertrag mindern.

Es ist Dienstagvormittag. Die ersten Ergebnisse vom Vorabend sind bereits da. Björn Bugdahl, einer der beiden Geschäftsführer der Biogasoptimierer, schaut kurz auf die Ergebnistabellen und ist zufrieden: keine Auffälligkeiten bei den bis zu diesem Zeitpunkt geprüften Anlagen. Das wird er später den Betreibern in einem für jede Anlage individuell verfassten Kommentar mitteilen. Doch zuvor durchlaufen die Proben in Doppelbestimmung das Labor.

"Wenn die Werte nach zweimaligem Durchlauf nicht übereinstimmen, wird die Analyse wiederholt", erklärt Bugdahl. Montags und donnerstags kommen die Proben von Biogasanlagen aus ganz Schleswig-Holstein sowie aus weiteren Bundesländern per Expressversand, Kurier oder Abholung ins Labor.

Bugdahl kennt viele der Anlagen seit mehreren Jahren und weiß, wie sie arbeiten. "Dennoch ist gerade bei den großen Biogasbetrieben wichtig, regelmäßig Analysen durchzuführen. Die Kunst ist es, Störungen schnell zu erkennen und sie zu vermeiden, bevor es zu einem Ertragsabfall kommt." Diese Regelmäßigkeit sei wichtig, denn die biologischen Prozesse im Fermenter der Anlagen seien sehr komplex und störanfällig. Die Prozessstabilität ist mit das Wichtigste, sie geht vor Effizienz", betont der studierte Landwirt.

Die Proben werden gleich nach Entnahme heruntergekühlt, um die Bakterienaktivität zu stoppen und kommen gekühlt im Labor an. Jede Probe erhält eine Identifikationsnummer, die fortlaufend in einer Liste vergeben wird. Dazu kommen der Name der Biogasanlage, das Proben-Annahmedatum und auch aus welchem Fermenter die Probe stammt. Gut sei es auch, wenn der Betreiber eine Temperaturangabe mitliefere, so Bugdahl.

Alle Angaben werden im Rechner in eine Tabelle eingepflegt, die über einen Server an jeder Analysestation abrufbar ist. Sie kann von den Labormitarbeitern mit weiteren Analysedaten gefüttert werden. "Das System ist automatisiert. Sind alle Daten eingetragen, kann ich sie später im Büro auswerten und kommentieren", erläutert Bugdahl die Abläufe. Die in zwei Röhrchen abgefüllten Proben kommen in die Zentrifuge, um die Flüssig- und Festanteile voneinander zu trennen. Für die meisten der Analysen benötigt man den Flüssiganteil.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 22/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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