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Nur vier Geräte braucht es im Privathaushalt, um flexibel Strom zu konsumieren. Foto: Dierk Jensen

Fluktuierender Windstrom mit dem Stromkonsum von Haushalten zu optimieren, ist der Ansatz der Stadtwerke Norderstedt bei ihrem neu aufgelegten dynamischen Stromtarifmodell im Rahmen der Initiative Norddeutsche Energiewende 4.0 (NEW 4.0).

"Wir wollen Flexibilität belohnen", hebt Thorsten Meyer von den Stadtwerken Norderstedt hervor. Er leitet beim lokalen Energieversorger nördlich von Hamburg das im August dieses Jahres gestartete Smart-Grid-Projekt, bei dem die Kunden - vereinfacht gesagt - Strom nutzen sollen, wenn der Wind weht. Rund 3 Mio. € nehmen die schleswig-holsteinischen Stadtwerker für dieses bundesweit einmalige Vorhaben in die Hand, wovon 30 % über das Bundesförderprogramm "Schaufenster Intelligente Energie" (Sinteg) finanziert wird. Rund 50.000 Stromkunden zählen die Stadtwerke Norderstedt.

Davon wollen Meyer und sein Team am Ende 2.000 für ihr wegweisendes Pilotprojekt gewinnen: Die teilnehmenden Haushalte schalten zukünftig - bestenfalls - ihre Geräte nur noch dann an, wenn reichlich Windstrom in die Netze drängt, die Preise an den Strombörsen fallen und die Situation droht, dass Windenergieanlagen abgeschaltet werden.

Der Kunde, der sich am flexibelsten verhält, darf am Ende auch die größten Rabatte einstreichen. Gestaffelt je nach Flexibilitätsgrad werden in Zukunft Strompreise von beispielsweise 20 bis zu 5 ct offeriert, verrät Meyer weiter. Angesichts der dadurch lockenden Ersparnisse ist der 45-jährige Ingenieur der Medien-Betriebstechnik zuversichtlich, dass schon bald die angepeilte Zahl von Kunden erreicht werde. Bis Ende November hat man schon 600 Strom­abnehmer für das Projekt gewinnen können; davon sind bereits 250 Kunden "online" geschaltet, die durch ihr flexibleres Konsumieren in den eigenen vier Wänden die Energiewende aktiv vor Ort mitgestalten.

Die Resonanz der Norderstedter auf die Innovationsoffensive der Stadtwerke ist durchaus positiv. "Viele Bürger finden unseren Lösungsansatz toll, würden sogar dann mitmachen, wenn weniger Ersparnisse winken würden", sagt Meyer. Dabei hält sich der technische Aufwand für die Teilnahme am Projekt durchaus in Grenzen: Es bedarf eines Smart Meters, eines Routers, einer Schaltbox und schaltbarer Steckdosen. Da die Stadtwerke Norderstedt durch ihre Telekommunikations-Firmentochter wilhelm.tel in ihrem Versorgungsgebiet bereits über eine gut ausgebaute Glasfaserinfrastruktur verfügen, ist zu den meisten Stromkunden eine gute und sichere Datenleitung vorhanden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 50/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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