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Angebote mit hohen Gewinnversprechen und garantierten Zahlungen sollten von Biogasanlagenbetreibern kritisch hinterfragt und geprüft werden. Foto: Iris Jaeger

Betreiber von Biogasanlagen werden mit Angeboten von Direktvermarktern konfrontiert, die erstaunlich hohe Gewinne versprechen. Dabei lohnt sich ein kritischer Blick auf die realistischen Erlösmöglichkeiten einer flexiblen Biogasanlage. Im zweiten Teil des Beitrags von Christian Dorfner von der SK Verbundenergie AG geht es um hohe Gewinne und Fallstricke, die sich hinter den Versprechungen verbergen können.

Nur den Handel zu optimieren ist keinesfalls ausreichend. Die SK Verbundenergie hat deshalb eine Fahrplansteuerung entwickelt, die den Betreiber tatsächlich unterstützt und die die ganze Biogas­anlage mit einbezieht. In die Fahrplan­erstellung fließen stets Wirkungsgrade, Wärmebedarf und Start-Stopp-Kosten ein.

Der Gasspeicher wird ebenso wie der Wärmepufferspeicher mitgeplant und überwacht. Schwankungen in den Füllständen führen bei Bedarf automatisch zu Fahrplanänderungen. Bei den Änderungen wird darauf geachtet, dass nur so viel angepasst wird, wie notwendig ist. So bleibt die grundlegende Fahrweise, wie sie zuvor mit dem Betreiber abgestimmt wurde, stabil und ruhig.

Zwei Start-Stopp-Vorgänge am Tag, 120 min Mindestlaufzeit sind typische Vereinbarungen, die sich mit den Vorschlägen von ­BHKW-Gutachtern wie IG-Biogasmotoren decken. Der Betreiber kann sich auf die Anlagentechnik konzentrieren, muss weder täglich Fahrpläne erstellen noch absegnen. Lediglich längere Störungen oder Wartungen sollten gemeldet werden.

Im Fahrplanbetrieb sind für den Zusatzgewinn der Anlage die nutzbaren Speicherkapazitäten und die tatsächlich verfügbare flexible Leistung entscheidend. Anlagen mit kleinem Speicher, hohem Dauerläuferanteil, vielen Ausfällen oder sehr unterschiedlichen Wirkungsgraden haben so folgerichtig geringere Erlöse. Dafür werden selbst in der Flexibilität eingeschränkte Anlagen innerhalb der gesetzten Grenzen gefahren, sie verlieren keinen KWK-Bonus, und am Jahresende ist die wirtschaftlich optimale Menge an Substraten verbraucht worden.

Für die Vermarktung des in der Biogasanlage erzeugten Stromes werden die Stunden- und Viertelstundenmärkte genutzt. Damit kann man auch auf kurzfristige Preisspitzen (oder -täler) reagieren, um den Biogasstrom optimal zu vermarkten. Die Erlöse werden monatlich transparent und viertelstundengenau für jede Anlage einzeln abgerechnet. Es werden keine Poolkosten in der Abrechnung oder Ausgleichsenergierisiken anderer Anlagen, schon gar nicht jener von Wind und PV, vermischt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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