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Die Windbranche in Schleswig-Holstein fordert notwendige politische Weichenstellungen, um die Vorreiterrolle bei der Energiewende zu behalten. Foto: Iris Jaeger

Stadt – Land – Wind – unter dieser Überschrift stand in diesem Jahr der 3. BWE-Windbranchentag in Husum. Auch wenn die Windbranche in Schleswig-Holstein derzeit auf politischer und planerischer Ebene viel Gegenwind erfährt, so gibt es durchaus Perspektiven und viele Ideen, wie das Land seine Vorreiterrolle bei der Energiewende behalten und fortsetzen kann. Davon konnten sich die 530 Teilnehmer des Branchentages in Vorträgen, Diskussionen, Forenveranstaltungen und im Ausstellungsbereich informieren.

Derzeit herrscht in Schleswig-Holstein in Sachen Windkraftausbau Flaute. Die erneute Überarbeitung der Regionalpläne für die Ausweisung von Windvorrangflächen kostet Zeit, das aktuell bestehende Moratorium mit wenigen Ausnahmegenehmigungen für den Bau von Windkraftanlagen, der schleppende Netzausbau in Richtung Süden, die Ausweisung des Landes als Netzausbaugebiet im Rahmen des EEG 2017 sowie fehlende politische Rahmenbedingungen zur sinnvollen Veredelung und Nutzung des EE-Stroms im Rahmen von Sektorenkopplung kosten Aufträge und Arbeitsplätze. Und sie gehen zulasten der Akzeptanz.

"Somit ist es wichtig, dass wir als Branche wieder Hoffnung  bekommen", begrüßte Reinhard Christiansen, BWE-Landesvorsitzender Schleswig-Holstein, die Teilnehmer. Er forderte die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein auf, möglichst schnell  Rechtssicherheit in der Regionalplanung zu schaffen: "Wir brauchen dringend die Erteilung von Baugenehmigungen, damit Schleswig-Holstein am bundesweiten Ausschreibungssystem überhaupt wieder teilnehmen kann."

Im Jahr 2017 wurden lediglich 56 Genehmigungen vergeben, verglichen mit 285 Genehmigungen im Jahr 2016. "Mit dieser politischen Vollbremsung bei der Genehmigungsvergabe riskiert das Windland Schleswig-Holstein, seine Position als Vorreiter der Energiewende zu verlieren, und kann seinen Beitrag zum Klimaschutz aktuell nicht leisten", sagte Christiansen.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) habe ihm zugesagt, dass es ab Sommer dieses Jahres wieder Ausnahmegenehmigungen geben werde. Das konnte Noch- Energiewendeminister Dr. Robert Habeck (Grüne) bestätigen. "Es gibt die Perspektive, dass es weitergeht mit dem Zubau der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein."

Die zahlreichen zu beachtenden Kriterien würden aktuell in die konkrete Planung umgesetzt, der Plan werde im Sommer vorliegen. "Ich weiß um die Ungeduld in der Branche, aber wir reden jetzt nur noch über Wochen. Die Landesplanung hat ihre Hausaufgaben zu drei Vierteln gemacht, das letzte Viertel schaffen wir auch noch", so Habeck, damit sei eine rechtsichere Grundlage geschaffen, um wieder Ausnahmen zu formulieren. Das von der neuen Bundesregierung formulierte Ziel, bis 2030 den Stromverbrauch zu 65 % erneuerbar zu produzieren, sei ambitioniert, aber machbar, so Habeck weiter.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 18/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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