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Der lang erwartete zweite Entwurf der neuen Windenergie-Regionalpläne liegt nun vor. Stellungnahmen sind ab dem 4. September online möglich. Foto: imago

Die Landesregierung hat am Dienstag den zweiten Entwurf der neuen Windenergie-Regionalpläne für Schleswig-Holstein verabschiedet.

"Im Koalitionsvertrag hat die Jamaika-Koalition vereinbart, die Bevölkerung beim Windkraftausbau zu entlasten und zugleich auch weiterhin ausreichend Raum dafür rechtssicher zur Verfügung zu stellen. Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss wird dieser Dreiklang geschafft", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) im Anschluss an die Sitzung in Kiel.

Das von den Koalitionspartnern bestätigte Flächenziel für die Nutzung der Windenergie von etwa 2 % werde mit 1,95 % erreicht. "Auf dieser Fläche kann die angepeilte installierte Leistung von 10 GW im Jahr 2025 erreicht werden. Schleswig-Holstein hat damit eine abgewogene Flächenplanung vorgelegt und gleichsam seine akut anstehenden klimapolitischen Hausaufgaben gemacht. Ob und wann die Ziele auch de facto erreicht werden, hängt nun vor allem auch von bundespolitischen Rahmenbedingungen ab", betonte Energiewendeminister Dr. Robert Habeck (Grüne). 98 % des Landes würden auch weiterhin von Windenergieanlagen frei gehalten.

Der zweite Entwurf der Windenergie-Regionalpläne werde etwa ein Fünftel neuer Vorranggebietsflächen enthalten. Andererseits werde etwa ein Fünftel der Kulisse des ersten Entwurfes vom Dezember 2016 wegfallen. Grote: "Das zeigt deutlich, dass das Verfahren tatsächlich ergebnisoffen geführt wird und die Stellungnahmen aus der Bevölkerung zu Änderungen geführt haben." Klar sei aber auch, dass die Landesplanungsbehörde nicht jeder Forderung nachgeben könne.Vielmehr müsse sie die häufig widerstreitenden Stellungnahmen in der Gesamtschau bewerten und anhand plausibler Argumente entscheiden.

Grote: "Jede der rund 6.500 Einwendungen, die zum ersten Plan­entwurf eingetroffen sind, haben wir einzeln geprüft und in die Abwägungsentscheidungen einbezogen. Die Auswertung umfasst nun rund 21.000 Seiten." Jeder Einwender könne ab heute in einer Synopse auf den Internetseiten der Landesregierung nachlesen, wie die Argumente bewertet wurden. Mit den geplanten 361 Vorranggebieten könne das Land sein energiepolitisches Ziel verwirklichen.

Habeck: "Bei der durchschnittlich installierten Leistung ist sowohl bundes- als auch landesweit ein moderater Anstieg nach oben ablesbar. Deshalb wird als landesweit anzusetzender Durchschnittswert für den weiteren Zubau 3,2 MW als installierte Leistung pro Anlage angenommen. Unter dieser Annahme ist auf der Kulisse eine installierte Leistung von 10 GW möglich."

Der gewachsene Anlagenbestand werde im Plankonzept berücksichtigt. Im zweiten Planentwurf befinden sich von den rund 3.100 Bestandsanlagen 2.088 innerhalb der Kulisse der zukünftigen Vorranggebiete. In den Vorranggebieten ist nicht nur ein Zubau möglich, sondern auch ein langfristiges Repowering. Hieraus erwartet die Landesregierung den wesentlichen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 34/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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