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Das kommende Jahr könnte laut FvB-Präsident Horst Seide zum Schicksalsjahr für die Biogasbranche werden. Foto: landpixel

Die Biogasbranche befindet sich in einem tief greifenden Wandel. Das wurde auf der Biogas Convention und der Energy Decentral in Hannover deutlich.

In der Grundlast Strom zu erzeugen war gestern. Seit der letzten Novellierung des EEG gibt es keinen festgeschriebenen Strompreis mehr. Die Vergütungshöhe wird seitdem über Ausschreibungen geregelt. Der Höchstgebotspreis beträgt derzeit 14,58 ct/kWh für Neuanlagen beziehungsweise 16,56 ct / kWh für Bestandsanlagen. Zu diesen Konditionen lässt sich kaum eine Biogasanlage betreiben. Deshalb nahmen an den ersten beiden Ausschreibungsrunden auch nicht viele Betreiber teil: Von den ausgeschriebenen 225 MW wurden gerade einmal 77 MW abgerufen.

Die meisten Anlagen erhalten auch noch die feste EEG-Vergütung. Das im April 2000 in Kraft getretene EEG garantiert einen festen Strompreis für die Dauer von 20 Jahren. Da die meisten Anlagen im Zeitraum von 2004 bis 2006 in Betrieb gegangen sind, haben sie noch einige Jahre Laufzeit zu den besseren Konditionen vor sich. Der Fachverband Biogas geht davon aus, dass ungefähr 1.000 Biogas­anlagen-Betreiber im Jahr 2021 aus dem EEG fallen. Wie viele ihre Anlage auch über diesen Zeitraum hinaus betreiben möchten, ist noch ungewiss. Wer dabeibleiben möchte, muss sich jetzt entscheiden, welchen Weg er einschlagen möchte.

Um weiterzumachen, sind allerdings umfangreiche Investitionen an der Biogasanlage nötig. Die würden aber nur getätigt, wenn aus Berlin positive Signale für den Energieträger Biogas kämen und für die Betreiber eine wirtschaftliche Perspektive erkennbar wäre, so Fachverbandspräsident Horst Seide. "Das nächste Jahr wird sowohl für die Biogasbranche als auch für die gesamte Entwicklung der Erneuerbaren Energien ein Schicksalsjahr", prophezeite Horst Seide, der selbst in Niedersachsen mehrere Biogas­anlagen betreibt. "Wir wollen schon gerne investieren", sagte Seide. Er vermisse aber ein klares politisches Statement zum Klimaschutz.

Werde der unklare politische Kurs fortgesetzt, drohe der funktionierende Biogaspark sukzessive abgeschaltet zu werden. Damit stünden aber auch die Wertschöpfung und wirtschaftliche Perspektiven für die Landwirte auf dem Spiel, ebenso die Nutzung von Biogaswärme in den Dörfern und die Chance auf mehr Klimaschutz im Verkehr durch Biomethan als Kraftstoff.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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