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Mitarbeiterin Anne Paadar auf der Biogasanlage in Jeppo, deren gewonnenes Gas zu Biomethan veredelt wird. Foto: Dierk Jensen

Der Ort Jeppo in Mittelfinnland gehört sicherlich nicht zu den sonnenreichsten in Europa. Und dennoch hat sich die kleine Kommune auf den Weg gemacht, die von der Regierung in Helsinki proklamierte CO2-freie Gesellschaft bis zum Jahr 2045 schon vorher lokal umzusetzen.

Lustig zwitschert es auf den Toiletten des Flughafens von Helsinki. Der Vogelgesang aus den Lautsprecherboxen wirkt beruhigend; er soll die Ankommenden aus aller Welt auf das einstimmen, wovon die Finnen in ihrem dünn besiedelten Land immer noch reichlich haben: Seen, Wälder, Natur. Genau daraus speist sich auch der Reichtum dieses skandinavischen Staates, der im letzten Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte. Und sich in Sachen Kreislaufwirtschaft, basierend auf Nachwachsenden Rohstoffen und Erneuerbarer Energie anschickt, weltweit Vorreiter zu sein.

Über die stoffliche Seite hinaus beabsichtigen die Finnen, bis 2045 das Stadium einer CO2-freien Gesellschaft zu erreichen. Das klingt ambitioniert und dennoch realistisch, obgleich ein großes Handicap im Hintergrund dräut: einige Atomkraftwerke, die Strom ins Netz einspeisen. Derweil verabreicht der amtierende Umweltminister Kimmo Tiilikainen ein Trostpflaster und deutet vorsichtig einen mittelfristigen Ausstieg aus der Atomkraft an.

Auf das Morgen wartet einer wie Kurt Stenvall eher nicht. Der Mittfünfziger ist im 1.100-Seelen-Dorf Jeppo südlich der Hafenstadt Jakobstad am Bottnischen Meerbusen seit vielen Jahren im Bereich Energie unterwegs. Stenvall erzählt in seinem mit vollen Bücherregalen ausgestatteten Büro in der Ortsmitte die 100-jährige Geschichte des lokalen Netzbetreibers Jeppo Kraft Andelsag.

Alles begann nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Bau eines Wasserkraftwerkes und der Errichtung eines lokalen Stromnetzes, an das heute rund 800 Haushalte, Landwirte und Unternehmen angeschlossen sind. Da die Jeppo Kraft Andelsag in der Vergangenheit aber rote Zahlen schrieb, kam bei Stenvall und seinen Mitstreitern die Idee auf, im überwiegend schwedisch sprechenden Ort eine Biogasanlage zu planen und in Betrieb zu nehmen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 36/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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