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Tiere mit schweren Erkrankungen und Schmerzen fressen weniger und sind somit hochgradig gefährdet, eine Ketose zu entwickeln. Foto: Dr. Ole Lamp

Die Ketose ist eine der häufigsten "Berufskrankheiten" der modernen Milchkuh. Ursache dieser Produktionskrankheit ist ein sehr starker Mangel an Energie in der sogenannten negativen Energiebilanz, bei der die aufgenommene Futter­energie den Bedarf des Tieres für Erhaltung und Leistung nicht decken kann. Die Folge sind verschiedene Stoffwechselentgleisungen, bei denen Leistungsminderungen und Folgekrankheiten bis zum Tod des Tieres eintreten können. 

Grundsätzlich ist eine hohe Milchleistung nicht automatisch mit einer höheren Krankheitsanfälligkeit verknüpft. Vielmehr ist das Management durch die verantwortlichen Personen dafür entscheidend, ob es zu Problemen im Stoffwechsel kommt oder nicht. Grundsätzlich steigt aber sicher mit der Leistung auch der Anspruch an das Herdenmanagement, und die Fehlertoleranz nimmt ab.

Betrachtet man die Änderung des Energiebedarfs einer Milchkuh, wird deutlich, dass dieser in erster Linie vom Verlauf der Laktationskurve bestimmt wird. 

Ist die Energieversorgung bei einer guten Trockensteherfütterung noch voll gesichert, wird es bei einer Hochleistungsherde (im Beispiel: 10.000 kg Herdenschnitt) extrem schwierig, die rasant steigende Milchleistung in den ersten Wochen tatsächlich auszufüttern, da die Futteraufnahmekapazität des Pansens mit der Milchleistung nicht Schritt halten kann.

Es entsteht so unweigerlich eine negative Energiebilanz (NEB). Daher muss die Kuh die bestehende Energielücke von täglich mindestens 40 MJ (dies entspricht zirka 6 kg Trockenmasse Voll-TMR) durch das Einschmelzen von Speicherfett aus dem Unterhaut- und Bauchhöhlenfett mobilisieren. Ein großer Teil davon wird direkt in der Milchdrüse zur Herstellung des Milchfettes genutzt, während der übrige Teil in der Leber zur Deckung ihres Energiebedarfs in verschiedenen Stoffwechselvorgängen dienen muss.

Hierbei sind zwei Dinge von entscheidender Bedeutung:

Die Kuh wird nur in extremen Situationen ihre Milchleistung reduzieren, da sie durch ihre Evolution darauf programmiert ist, nun dem jungen Kalb alle nötigen Nährstoffe über die Milch zukommen zu lassen, nachdem sie zehn Monate erfolgreich in seine vorgeburtliche Entwicklung investiert hat.

Fette sind für den Stoffwechsel immer eine "Einbahnstraße": Ist Energie erst einmal in Fett gespeichert worden, kann sie im tierischen Stoffwechsel nicht mehr in Zucker oder Eiweiße umgewandelt werden. Nur die Nutzung als Energiespender im Rahmen der Oxidation (Zellatmung) ist möglich.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 44/2018 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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