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Vielerorts konnte mehr Futtermenge vom Silomais eingefahren werden als augenscheinlich zuvor angenommen, doch waren die regionalen Unterschiede sehr groß. Foto: Dr. Elke Grimme

In den vergangenen beiden Jahren haben extreme Witterungsverläufe den Maisanbau stark beeinflusst. Solche Wetterkapriolen wie 2017 mit anhaltenden Niederschlägen und fatalen Herbststürmen bereits im September sowie die Dürre 2018 stellen den Silomais vor besondere Herausforderungen. Landwirte und Lohnunternehmer waren gefordert, sich immer wieder erneut anzupassen.

Die diesjährige trockene und heiße Witterung während der Vegetation ließ große Befürchtungen hinsichtlich der zu erwartenden Erntemenge und Silagequalität aufkommen. Doch konnte vielerorts mehr Futtermenge vom Silomais eingefahren werden, als augenscheinlich zuvor angenommen worden war, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Trotzdem ist landesweit der Mangel an Erntemenge immer noch zu sehen und zu spüren, da neben den Ertragsverlusten auch die Qualität der Maispflanzen gelitten hat. An die geringen Niederschläge während der Vegetation bei großer Hitze hat sich regulär gedrillter Mais ohne Vornutzung bis kurz vor der Blüte im Juli gut angepasst, auch wenn die Maispflanzen überwiegend nicht das eigentliche Leistungspotenzial ausschöpfen konnten.

Fehlte im Juli das Wasser zum Schieben der männlichen Fahne, zur Pollenschüttung oder zur weiblichen Blüte, hatte das fatale Auswirkungen. Kolbenlose Maisbestände mit geringen Erträgen und unzureichenden Qualitäten waren die Folge der mangelnden Befruchtung. Die rasante Abreife der Silomaispflanzen im August führte dazu, dass bereits Mitte September die Silomaisernte abgeschlossen war. Die Praxis mit zum Teil sehr guten Maisbeständen, aber auch kolbenlose Maisflächen werden in den diesjährigen Ergebnissen der Landessortenversuche sehr gut abgebildet. Gerade in der Kolbenausbildung und Kolbenentwicklung vor der Silomaisernte waren deutliche Differenzierungen in den Sorten zu sehen, die sich in den erwarteten ungewöhnlich großen Unterschieden der Stärkegehalte widerspiegeln.

Versuchsjahre 2015, 2016 und 2018 verrechnet

Die neue Sortenempfehlung Silomais für 2019 setzt sich aus den Versuchsergebnissen der Jahre 2015, 2016 und 2018 zusammen. 2015 begann nach einem schwierigen Jahr. Der Großteil der Mais­ernte wurde erst in der zweiten Oktoberhälfte geerntet. Das Jahr 2016 schloss mit einer Rekordernte im Land ab. Leider hat das Wettergeschehen 2017 dazu geführt, dass fast die gesamten Landessortenversuche (LSV) Silomais vom ersten Sturmtief im September so stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass eine Beerntung der Versuche nicht durchgeführt werden konnte und somit aus dem Versuchsjahr keine Erhebungen für die kommende Sortenempfehlung eingeflossen sind. Dieses fehlende Versuchsjahr hat zur Folge, dass in diesem Jahr die vom Bundessortenamt neu zugelassenen Sorten von 2017 und 2018 nur einjährig in der Prüfung standen.

Erstmals zwei Sortenempfehlungen

Erstmals gibt es jeweils eine Silomais-Sortenempfehlung zur Futternutzung und zur Energienutzung:

Für die landesweite Empfehlung zur Futternutzung konnten sich Sorten mit hohen Stärke- und Energiegehalten bei hohen Trockenmasseerträgen und guter Abreife mehrjährig behaupten. Die aufgeführte Sortenempfehlung Silomais 2019 zur Futternutzung umfasst insgesamt 27 Sorten, wobei mehrjährig geprüft landesweit 13 Maissorten für die Rinderhaltung empfohlen werden. Die weiteren ausgewiesenen Maissorten für den Süden beziehungsweise warme Standorte im Norden sowie für die maisbetonte Ration sollten ebenfalls Beachtung in der Anbauplanung finden. Die einjährig aufgeführten Sorten sollten allenfalls zur Probe angebaut werden, da eine einjährige Prüfung nichts über die Stabilität der Sortenleistung aussagt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2018 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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