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Beginnendes Lager in der Wintergerste. Hier waren die durchgeführten Maßnahmen nicht ganz ausreichend. Foto: Manja Landschreiber

Aktuell präsentieren sich die Getreidebestände in Schleswig-Holstein überwiegend in einem guten Entwicklungszustand. Der trockene Herbst hat zu einer guten Ausbildung des Wurzelsystems geführt. Ausreichende Niederschläge und die bisher milde Witterung begünstigten eine überwiegend gute, teilweise fast zu üppige Entwicklung der Bestände. Dies ist besonders bei frühen Aussaatterminen der Fall. Durch die frühe Ernte von Mais und Zuckerrüben gibt es auch kaum echte Spätsaaten. Der Anteil an Sommergetreide dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich reduzieren.

Die Anwendung von Wachstumsreglern gehört zu den Standardmaßnahmen im Getreidebau. Neben der Kenntnis der Wirkstoff­eigenschaften und der Witterung spielen für eine effektive Wachstumsregleranwendung weitere Faktoren wie Lageranfälligkeit der Sorte, Reaktion der Sorte, N-Düngung und N-Nachlieferung sowie die Bestandesdichte eine wichtige Rolle. Darüber hinaus muss auch immer die Verträglichkeit der Behandlungen beachtet werden. Normalerweise bestehen hier in Schleswig-Holstein unter den maritimen Klimabedingungen keine besonderen Probleme. Die für norddeutsche Verhältnisse ungewöhnliche Witterung des vergangenen Jahres mit der hohen Sonneneinstrahlung und der anhaltenden Trockenheit führte allerdings dazu, dass Wachstumsregler besonders vorsichtig eingesetzt werden mussten.

Wachstumsregler greifen in den Hormonhaushalt der Pflanze ein. Der Behandlungseffekt wird dabei maßgeblich auch von der Witterung, insbesondere Temperatur und Sonneneinstrahlung, beeinflusst. Die einzelnen Wirkstoffe unterscheiden sich deutlich in ihren Temperaturansprüchen. Während die Wirkstoffe Chlormequatchlorid (CCC) und Mepiquatchlorid (Medax Top) bereits bei Tagestemperaturen von 6 bis 10 °C eingesetzt werden können, benötigen die Wirkstoffe Trinexapac (zum Beispiel Moddus) und Prohexadion (Medax Top, Prodax) Temperaturen von 12 °C. Noch höher sind die Temperaturansprüche beim Wirkstoff Ethephon (zum Beispiel Cerone 660) mit 15 °C. Durch Tankmischungen verschiedener Wirkstoffe lassen sich die Einsatzbereiche flexibler gestalten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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