Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Auch für Ballenpressen gibt es Dosiereinrichtungen, die die Forderung an eine ökonomische Verteilung des Silierzusatzes und Benetzung der Siliergutes erfüllt. Foto: Dr. Johannes Thaysen

Die Grobfutterqualität ist stets und ständig in aller Munde. Dabei ist auch klar, dass nicht nur der Rohproteingehalt oder der Energiegehalt für eine hohe Futteraufnahme wichtig sind, sondern auch die schnelle Ansäuerung, die Gärqualität und die Langzeitstabilität. Silierzusätze können bei richtiger Mittelwahl und gezielter Anwendung die Gärqualität von Silagen verbessern und einer übermäßigen Reduzierung des Futterwertes entgegenwirken. Somit besitzen sie grundsätzlich das Potenzial zur Erzielung von besseren tierischen Leistungen. Aber: Nur wenn das gesamte Silagemanagement stimmt, können Siliermittel ihre optimale wirtschaftliche Wirkung entfalten.

In der Praxis haben Milchsäurebakterien (MSB) die größte Bedeutung, gefolgt von Neutralsalzen und organischen Säuren. Letztere werden nicht nur als Siliermittel, sondern auch als Konservierzusatz und dann mit höherer Aufwandmenge eingesetzt. Enzyme spielen nur als Zusatz zu MSB-Impfkulturen eine Rolle. Melasse ist ein idealer Zusatz zum Ausgleich eines Zuckermangels im Ausgangsmaterial, erfordert aber einen erheblichen Logistikaufwand.

Als Siliermitteleffekte sind die Sicherung der Gärqualität, die Reduktion der Gärverluste, die Verbesserung der aeroben Stabilität und im Falle von MSB-Zusätzen eine Erhöhung der Energiedichte um bis zu 0,3 MJ NEL/kg TM mit den daraus abzuleitenden Wirkungen in der Rinderfütterung möglich.

Kein Siliermittel kann grobe Mängel in der angewandten Siliertechnik, wie zum Beispiel zu hohe Sandanteile, zu späte Schnittzeitpunkte, unzureichende TM-Gehalte oder ungenügende Verdichtung ausgleichen. Deshalb ist für die optimale Wirkungsentfaltung von Siliermitteln neben der guten Grünlandpflege auch eine konsequente Umsetzung der besten Produktionstechnik in der Silagebereitung erforderlich. Siliermittel sind daher Betriebsmittel für Siloprofis.

Bevorzugt sollten DLG-anerkannte Siliermittel in geprüfter Dosierung eingesetzt werden, wobei die Auswahl des Mittels nach Zielrichtung und Anwendungsbereich erfolgt. Unter ungünstigen Bedingungen sollte mit chemischen Mitteln gearbeitet werden, da diese in der Regel wirkungssicherer sind.

Grundsätzlich sind Preisvergleiche innerhalb einer Wirkungsrichtung empfehlenswert. Siliermittel wirken nur dort, wo sie auch hingelangen. Das bedeutet, dass sie möglichst homogen mit dem Futter vermischt werden müssen. Am sichersten geschieht das mit einem Dosiergerät am Ernteaggregat (Häcksler, Ladewagen, Ballenpresse). Es wird eine ausreichend dimensionierte, säurefeste Flüssigdosiertechnik benötigt, die je nach Bedingungen des Ausgangsmaterials den Einsatz aller Siliermittelarten ermöglicht.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 19/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.