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Eine feine Vermahlung des Futters ist ungünstig für die Gesundheit der Magenschleimhaut – eine Ergänzung mit Strukturkomponenten ist ratsam. Foto: Dr. Heike Engels

Warum immer nur Weizen und Gerste an Schweine füttern? Roggen hat ungeahnte Qualitäten für die Schweinefütterung, wie eine gerade veröffentlichte Doktorarbeit der Tierärztlichen Hochschule Hannover zeigt. Roggen hat durch seine einzigartige Kohlenhydratzusammensetzung einen positiven Einfluss auf die Sättigung der Tiere, was gleichzeitig ihr Wohlergehen erheblich verbessert.

Roggen enthält durch den hohen Nicht-Stärke-Polysaccharid-(NPS-)Gehalt auch gleichzeitig viele Ballaststoffe und sorgt damit für eine gute Sättigung. Derzeit wird Roggen hierzulande zu 66 % als Tierfutter genutzt, nur zu 15 % für die menschliche Ernährung und zu 15 % für die Energieerzeugung in Form von Biogas und Bioethanol. 45 % bis 70 % Roggen in einem Mischfutter für Mastschweine sind praktikabel. Roggen enthält weniger Rohprotein (heißt im Umkehrschluss weniger Stickstoff) als Weizen, aber der Anteil des verdaulichen Lysins ist mit 3,2 g/kg Trockensubstanz (TS) fast so hoch wie beim Weizen (3,4 g), was für ein positives Aminosäurenmuster spricht.

Außerdem hat Roggen hohe eigene Phytasegehalte, was die Verdaulichkeit des Phytin-Phosphors aus Samen und Körnern verbessert. Das ist für die Einhaltung der neuen Düngeverordnung sehr wichtig, denn so kann mehr Phosphor aus der Ration verwertet werden. Die Phytaseaktivität von Roggen (zirka 4.000 Units pro Kilo) ist mehr als doppelt so hoch als die von Weizen (zirka 1.850 Units pro Kilo). Bei fermentiertem Mischfutter könnte eventuell sogar auf den Zusatz von Phytase verzichtet werden. Also Gründe genug, den Roggen wieder verstärkt in den Fokus zu rücken.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 17/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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