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Das Anbaujahr 2013/2014 war für den Raps durch gute Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Im Mittel brachten die Bestände in der Praxis wie in den Versuchen überdurchschnittliche Erträge, aber die Spannweite zwischen den Erträgen war hoch und reichte von unter 40 bis an 60 dt/ha heran. Die Aussaat konnte in aller Regel im Vorjahr im August erfolgen. Auf den meisten Standorten war der Feldaufgang gut, auf einigen gab es leichte Verzögerungen in Folge der Trockenheit. Die Witterung im Herbst war mild und der Raps konnte sich gut entwickeln. Den Winter haben die Bestände gut überstanden, Schäden waren nicht zu beklagen. Außergewöhnlich war das Frühjahr. Schon im März startete der Raps durch und begann um den 10. April mit der Blüte. Es dürfte eine der frühesten Rapsblüten in Schleswig-Holstein gewesen sein. Der Schotenansatz war gut. Juni und Juli waren erneut durch eine günstige Witterung gekennzeichnet, wobei es zum Ende der Abreife hin sehr trocken und sehr warm war. Der Raps reifte zügig ab und wurde früh geerntet. Zunächst sahen die Bestände im Juni noch gut und gesund aus, mit zunehmender Abreife war auf vielen Schlägen ein Befall mit Krankheiten an Stängel und Wurzelhals mit Phoma und oft auch mit Verticillium zu erkennen. Die hohen Ertragserwartungen wurden dadurch nicht überall erfüllt. Abreifeverhalten und Phomatoleranz der Sorten dürften im Zusammenspiel hier die Ertragsleistung beeinflusst haben.

Landessortenversuche überzeugen

In der Marsch und im Östlichen Hügelland war das Ertragsniveau deutlich höher als im Vorjahr. Auf den Geeststandorten wurden dagegen im Mittel annähernd gleiche Erträge wie in den beiden Vorjahren erreicht. Auch die ersten Ölgehalte liegen auf einem hohen Niveau. Sie erklären sich aus der guten Witterung im Juni. Die Angaben zu den Intensitäten in den Landessortenversuchen (LSV) zeigt die Übersicht 1.
In den Ergebnissen im Östlichen Hügelland findet sich erstmalig der Versuchsstandort Bovenau, wo im August vergangenen Jahres die erste Aussaat erfolgte. Dieser Versuch ersetzt den der benachbarten Versuchsstation Lindenhof der Fachhochschule Kiel. Dieser wurde von 1999 bis 2013 über 15 Jahre vom Fachbereich Agrarwirtschaft der FH Kiel durchgeführt. Den Mitarbeitern der FH Kiel an der Versuchsstation Lindenhof und in Osterrönfeld sei an dieser Stelle ganz herzlich für die gute Versuchsarbeit gedankt.
Der LSV in Kastorf konnte nicht in die Auswertung übernommen werden. Auf einer Teilfläche im Versuch stand starker Besatz mit Durchwuchs, der aus einem alten, späten und mutmaßlichem Futterraps stammen dürfte. Er hat die sortentypische Ausprägung von Leistungen und Eigenschaften behindert, und hat mit zu technischen Problemen bei der Ernte geführt, wodurch einige Parzellenerträge ausgefallen sind.
Die LSV Winterraps liegen in der Regel eingebettet in Praxisschlägen von landwirtschaftlichen Betrieben. Düngung und Pflanzenschutz erfolgen vielfach in der praxisüblichen Intensität. Den Betrieben sei für die vertrauensvolle und verantwortungsvolle Zusammenarbeit zum Gelingen der Versuche großer Dank ausgesprochen.

Einsatz unterschiedlicher Sorten in Naturräumen

Die LSV-Sortimente unterschieden sich zwischen den drei Naturräumen. ,Hybrirock‘ wurde nicht mehr in der Marsch und ,Andromeda‘ nicht mehr in der Marsch und auf der Geest geprüft. ,Marathon’, ,Mercedes’ und ,SY Vesuvio’ waren neu in die LSV aufgenommen worden. ,Marathon’ konnte in den bisherigen Versuchen der Wertprüfung und des Bundessortenversuches in unserer Region überzeugen. Ein Jahr später kamen ,Mercedes’ und ,SY Vesuvio’. Beide Sorten brachten in der dreijährigen Wertprüfung deutschlandweit sehr gute Ergebnisse und wurden im Winter 2013/2014 in die deutsche Sortenliste eingetragen. Diesmal sind nur einzelne Ergebnisse aus dem Großraum Schleswig-Holstein vorhanden, eine regionale Auswertung ist dadurch nicht möglich und es kann nach dem ersten LSV-Prüfjahr keine vorläufige Beurteilung der Leistungen erfolgen.

Hat frühe Blüte Einfluss auf Sortenleistung?

Die Spannweite im Blühbeginn zwischen der frühesten und spätesten Sorte lag 2014 mit acht Tagen weiter auseinander als in dem sehr späten Jahr 2013. Auch in der Abreife war eine deutlich höhere Spannweite zwischen den einzelnen Sorten zu beobachten als in anderen Jahren. Als Beispiel sind die Werte aus der deutschlandweiten LSV-Phomaresistenzprüfung genannt (siehe Übersicht 2). Während 2013 nur knapp vier Tage zwischen frühester und spätester Sorte lagen, waren es 2014 fast neun Tage. Einen Einfluss auf die Leistungen der Sorten dürfte dies gehabt haben: Denn frühe Sorten sind sehr schnell zur Blüte gekommen, sodass die Zeit zwischen Vegetationsbeginn und Blühbeginn unter Umständen zu kurz war, um eine optimale vegetative Masse zu bilden. Das extrem frühe Frühjahr könnte dagegen die späten Sorten durch ihren langen Start begünstigt haben. In allen Naturräumen haben Sorten mit späterer Abreife höhere Bereinigte Marktleistungen (BML) als Sorten mit früherer Abreife erreicht. Daneben haben aber auch Eigenschaften wie insbesondere die Phomatoleranz eine große Bedeutung erlangt.
In der Reifezeit gab es bei einigen Sorten Änderungen in der Einstufung durch das Bundessortenamt. Viele neuere Sorten sind in der Reife mit 5 eingestuft, also etwas später. Die Zunahme von neuen Sorten mit einer späteren Abreife kann damit zusammenhängen, dass in den Wertprüfungen keine Vollblütenbehandlung gegen Sclerotinia erfolgte. Spätere Sorten könnten dadurch bevorzugt werden, weil der Abfall der Blütenblätter bei ihnen später erfolgt und der Infektionszeitpunkt zeitlich mit dem Abfall der Blütenblätter nicht so gut zusammen passt.

Sorten mit mehrjährigen Ergebnissen bevorzugen

Für die Sortenwahl gilt auch in diesem Jahr, dass die mehrjährigen Ergebnisse stärker zu gewichten sind als die einjährigen Ergebnisse des aktuellen Anbaujahres. Mehrjährige Sorten sollten vorrangig angebaut werden und um das Anbaurisiko zu streuen, sollten mehrere Sorten angebaut werden.
In die Anbauentscheidung sind außerdem die wichtigen ertragssichernden Eigenschaften einzubeziehen, wie insbesondere Phomatoleranz und Standfestigkeit. In der Winterfestigkeit waren keine Unterschiede zu beobachten. Auch wenn in diesem Jahr vielfach Sorten mit späterer Abreife hohe BML hatten, so werden frühere Sorten oft bevorzugt, weil sie zur Erntezeit in der Regel besser in den Betriebsablauf passen. Nach Möglichkeit soll die Rapsernte beendet sein, wenn die Weizenernte beginnt. Nicht jedes Jahr ist von einer so lang anhaltenden Erntewitterung wie 2014 auszugehen. Welche Bedeutung die Reifezeit bei der Sortenwahl bekommt, ist letztlich eine innerbetriebliche Entscheidung.

Standfestigkeit wichtiges Merkmal

Größere Bedeutung als in anderen Jahren sollte der Standfestigkeit eingeräumt werden. Die Saatstärken sollten in diesem Jahr erhöht werden, weil kein Beizschutz gegen Schädlinge vorhanden ist. Höhere Bestandesdichten führen zumindest bei Sorten, die in der Standfestigkeit etwas schwächer sind, schneller zu Lager. In den Landessortenversuchen 2014 wurde nur selten leichtes Lager beobachtet, nur im LSV Schuby trat stärkeres Lager auf. Die mehrjährige Beurteilung der Sorten ist hier zu beachten. Die meisten Sorten haben eine gute Standfestigkeit. Etwas schwächer wird ,DK Exstorm‘ beurteilt.
Als neues Merkmal wurde vom Bundessortenamt die „Reifeverzögerung Stroh“ eingeführt. Sorten mit lang anhaltenden grünen Stängeln lassen sich in der Regel nicht so gut dreschen. Solche Sorten haben eine höhere Note bekommen, werden also ungünstiger beurteilt.

Empfehlungen für die Marsch

Alle Landessortenversuche konnten in die Auswertung einfließen. Viele Sorten liegen in der BML dicht beieinander, nur wenige Sorten weichen nach oben oder nach unten ab (siehe Übersicht 3). Von den mehrjährig geprüften Sorten brachten ,Raptor’, ,PT 206’ und ,Sherpa’ im Mittel die höchsten BML. ,Raptor’ und ,Sherpa’ haben dabei geringe Schwankungen je nach Ort. Insbesondere ,Raptor’, die auch im Vorjahr die höchsten BML erreichte, und ,PT 206’ knüpfen damit an die guten Leistungen aus dem Vorjahr an. Bei ,Raptor’ konnten sich neben den hohen Kornerträgen auch die hohen Ölgehalte bestätigen. Sie tragen dazu bei, dass die Sorte erneut ein überdurchschnittliches Ergebnis in der Marsch brachte. Von den neuen Sorten erreichte ,SY Vesuvio’ BML ebenfalls dieses hohe Niveau.
Sieben Sorten lagen dann zwischen 101 und 98 relativ in der BML und damit dicht beieinander. Abfallende Leistungen erreichte ,Visby’. Als einzige kohlhernietolerante Sorte stand ,SY Alister’ im Versuch. Sie konnte nicht an die guten Leistungen des Vorjahres anknüpfen, sondern lag um 5 bis 10 % unter denen der besten anfälligen Sorten und damit auf vergleichbarem Niveau früherer Jahre.
In Übersicht 4 sind die Ergebnisse mehrjährig zur Sortenempfehlung zusammengefasst. ,Raptor’ steht hier mit etwas Abstand an erster Stelle. Die Sorte brachte eine überdurchschnittliche Bereinigte Marktleistung, hat eine gute Phomatoleranz und eine gute Standfestigkeit. ,Raptor’ dürfte derzeit die Sorte mit den höchsten Ölgehalten sein und für einen breiten Anbau infrage kommen. Die weiteren Sorten von ,Sherpa’ bis ,PR46W20’ liegen dicht beieinander. ,Sherpa’ hat ebenfalls eine gute Phomatoleranz und Standfestigkeit. Bei ,PT 206’ sei auf die spätere  Abreife hingewiesen. Sie ist wohl die derzeit späteste Sorte im Prüfsortiment. Auch sie verfügt über eine gute Phomatoleranz und eine gute Standfestigkeit. Von den etwas früher abreifenden Sorten kommen ,Avatar’ und ,Midas’ für den Anbau infrage. Bei ,Avatar’ ist auf die mittlere Beurteilung in der Phomatoleranz hinzuweisen. Hier ist ,Midas’ als frühere Sorte mit guter Phomatoleranz etwas besser zu beurteilen. ,DK Exstorm‘ und ,Genie’ verfügen über eine gute Phomatoleranz, vor allem ,DK Exstorm‘. Sie wird jedoch in der Standfestigkeit nicht ganz so gut beurteilt.
Bei ,PR46W20’ wird auf die geringere Toleranz gegen Phoma hingewiesen. Sofern kein stärkerer Befall auftritt, kann die Sorte diesen Befall gut kompensieren und hat keine abfallenden Erträge. ,Marathon’ empfiehlt sich als neue Sorte. Sie ist vergleichsweise „kurzstrohig“. Die beiden erstmalig geprüften ,SY Vesuvio’ und ,Mercedes’ können versuchsweise angebaut werden. Die drei neuen Sorten sind in der Phomatoleranz nur mit mittel eingestuft. Ihr Anbau sollte zunächst nicht überzogen werden. Für Flächen mit Kohlherniebefall kommt ,SY Alister’ infrage.

Empfehlungen für die Geest

Auch hier konnten alle angelegten Versuche in die Auswertung übernommen werden. Von ,PT 206’ liegen keine Ergebnisse aus Niedersachsen vor, da sie nicht mehr in der Prüfung stand (siehe Übersicht 5). Auf der Geest brachten im Mittel ,DK Exstorm‘, ,Raptor’, die beiden erstmalig geprüften ,Mercedes’ und ,SY Vesuvio’ sowie mit Einschränkung ,PT 206’ die höchsten BML. Diese Sorten lieferten auch eine stabile Bereinigte Marktleistung über die Standorte. Mittlere Leistungen hatten ,Sherpa’, ,Avatar’, ,Midas’ und ,Marathon’. Geringere BML brachten ,Genie’, ,Visby’, ,Hybrirock‘ und ,PR46W20’. Bei ,Hybrirock‘ ist eine hohe Streuung der Ergebnisse zu beobachten. Unterdurchschnittliche BML brachte die kohlhernietolerante ,SY Alister‘.
In der Empfehlung für die Geest liegen ,Sherpa’, ,DK Exstorm‘, ,Raptor’, PT 206‘ und ,Avatar’ etwas vor den weiteren Sorten (siehe Übersicht 6). Es folgen ,Genie’, ,Midas’ und ,Visby’. Die erstmalig geprüften ,Marathon’, ,Mercedes’ und ,SY Vesuvio’ kommen für den versuchsweisen Anbau infrage. Die drei Sorten brachten BML auf stabilem hohen Niveau. Sie sind in der Phomatoleranz mit mittel eingestuft.
Auf den leichten Standorten konnte die Wasserversorgung am schnellsten zum begrenzenden Faktor für die Ertragsbildung werden. Hier kann es sich also lohnen, bei größerer Rapsfläche im Betrieb sowohl frühe als auch späte Sorten in den Anbau hineinzunehmen. Das stellt eine besondere Form der Risikostreuung für die Geeststandorte dar.

Empfehlungen für das Östliche Hügelland

In den Landessortenversuchen des Östlichen Hügellandes hatte ,Raptor’ auf allen Standorten überdurchschnittliche BML und hebt sich damit von den anderen Sorten ab (siehe Übersicht 7). Von den mehrjährig geprüften Sorten folgen mit etwas Abstand ,PT 206‘, ,Avatar’, ,Sherpa’ und ,Genie’, die dicht beieinander liegen. Etwas geringere Leistungen brachten ,PR46W20’, ,DK Exstorm‘, ,Midas’ und ,Visby’. Auf diesem Leistungsniveau lagen auch die erstmalig geprüften Sorten ,Marathon’ und ,Mercedes’, während ,SY Vesuvio’ auf allen Standorten überdurchschnittliche BML brachte. Abfallende Leistungen hatte ,Hybrirock‘ zu verzeichnen.
Die beiden kohlhernietoleranten Sorten ,Andromeda‘ und ,SY Alister’ liegen 2014 wieder dicht beieinander, und ,Andromeda‘ bringt in diesem Jahr wieder ein normales Ertragsniveau. Beide „toleranten“ Sorten liegen aber deutlich unter den leistungsfähigsten „anfälligen“ Sorten.
In der Sortenempfehlung für das Östliche Hügelland stehen ,Raptor’ und ,Avatar’ etwas vor den dann folgenden Sorten (siehe Übersicht 8). Beide Sorten ergänzen sich in gewisser Weise. ,Raptor’ hat eine gute Phomatoleranz, während ,Avatar’ in diesem Merkmal nur mit mittel beurteilt wird. ,Avatar’ ist dafür eine der frühesten Sorten, während ,Raptor’ in der Abreife mit mittel beurteilt wird. Beide Sorten haben hohe Ölgehalte, insbesondere ,Raptor’. Die dann folgenden Sorten liegen dicht beieinander. Auf die besonderen Eigenschaften ist zum Teil schon hingewiesen worden. Bei ,DK Exstorm‘ ist die gute Phomatoleranz, aber auch die mittlere Beurteilung in der Standfestigkeit zu nennen, und bei ,PT 206’ die späte Abreife, die gute Phomatoleranz und Standfestigkeit. ,Sherpa’, ,Genie’ und ,Midas’ haben eine gute Standfestigkeit und Phomatoleranz, hier vor allem ,Genie’ und ,Midas’. ,Midas’ ist den früher abreifenden Sorten zuzuordnen.
Von den jüngeren Sorten kann ,Marathon’ nicht an die guten Leistungen aus der vorangegangenen Wertprüfung und dem Bundessortenversuch in dieser Region anknüpfen. Von ,Mercedes’ und ,SY Vesuvio’ liegen erst einjährige Ergebnisse vor. Somit kommen die drei Sorten für den versuchsweisen Anbau infrage, hier insbesondere ,SY Vesuvio’, welche die guten Leistungen aus der bundesweiten Wertprüfung diesmal bestätigte. Bei den drei Sorten ist auf die nur mittlere Phomatoleranz hinzuweisen. Sie könnte in diesem Jahr dazu beigetragen haben, dass die Ertragserwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Auch vor diesem Hintergrund gilt es, zunächst Erfahrungen mit den neuen Sorten zu sammeln.

Kohlhernietolerante Sorten

Auf vielen Schlägen im Östlichen Hügelland, und zunehmend auch auf der Geest und in der Marsch, gibt es Befall mit Kohlhernie. Hier ist eine kohlhernietolerante Sorte anzubauen. Von den Sorten, die in den LSV geprüft wurden, kommt vor allem ,SY Alister’ infrage. Betriebe, die gute Erfahrungen mit ,Andromeda‘ gemacht haben, können auch weiterhin diese Sorte anbauen. Für ihre geringeren Erträge 2013 gibt es nach wie vor keine Erklärung. Die Ursache, dass beide Sorten in diesem Jahr einen deutlichen Abstand zu den besten anfälligen Sorten haben, könnte daran liegen, dass die kohlhernietoleranten Sorten nicht über das hohe Ertragsniveau verfügen, welches 2014 möglich war. Aber auf den Schlägen mit Befallspotenzial durch Kohlhernie gibt es nur den Anbau toleranter Sorten und somit keine Alternative.

Neue Sorten im Anmarsch

Weitere neue kohlhernietolerante Sorten kündigen sich an. ,Mendelson‘ steht 2014 im zweiten Jahr des EU-Sortenversuches. Die Sorte brachte im EU-Sortenversuch 1 im Vorjahr gute BML. Sie könnte daher auch zur diesjährigen Aussaat breiter für den Anbau infrage kommen. Die Ergebnisse des EU-Sortenversuchs 2 liegen aber derzeit noch nicht vor. Mit ,Mentor‘ und ,PT 242‘ stehen zwei kohlhernietolerante Sorten in Deutschland 2014 im dritten Jahr der Wertprüfung. Beide Sorten sind bereits als EU-Sorten vertriebsfähig. Diese neuen Sorten kommen für den versuchsweisen Anbau ebenfalls infrage.
Alle kohlhernietoleranten Sorten haben das gleiche Resistenzgen, wie es aus der Sorte ,Mendel‘ bekannt ist. Diese Resistenz wirkt auf den Standorten in Schleswig-Holstein nach wie vor. Hier gibt es also keine Unterschiede zwischen den Sorten.

Dr. Wolfgang Sauermann
Landwirtschaftskammer
Tel.: 0 43 31-94 53-334
wsauermann[at]lksh.de

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