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Beim ersten Schnitt konnten neben einer guten Qualität auch noch gute Erträge erzielt werden. Der zweite und dritte Schnitt war vielerorts ein Totalausfall. Foto: Dr. Luise Prokop

Für eine erfolgreiche Milchproduktion stellt die Gewinnung von ausreichend und qualitativ hochwertigem Grundfutter eine der wichtigsten Grundlagen dar. Die Futteraufnahme hat eine zentrale Bedeutung, wenn es um Gesundheit, Leistungsfähigkeit und somit um die Wirtschaftlichkeit in der Rinderhaltung geht. Nur mit qualitativ hochwertigen Silagen kann eine möglichst hohe Futteraufnahme erreicht werden.

Dies war im Kalenderjahr 2018 jedoch leichter gesagt als getan. Aufgrund der ausgeprägten Wärme und Trockenheit vom Frühjahr bis in den Herbst hinein kam es flächendeckend zu großen Ertragsausfällen. Auch die Qualitäten wurden von diesem Ausnahmewetter beeinflusst. Im Folgenden werden die Analyseergebnisse der Labore Agrolab, LKS Lichtenwalde und Lufa Nord-West hinsichtlich der Grassilagen aus Schleswig-Holstein ausgewertet.

Der erste Schnitt wurde im Mittel mit 37,4 % Trockensubstanz (TS) geerntet, was trotz des trockenen Wetters noch gut innerhalb der Zielvorgaben von 30 bis 40 % liegt. Die Schwankungsbreite von 28,5 bis 46,7 % zeigt allerdings, dass ein Teil der untersuchten Silagen zu spät geschnitten worden ist.

Die Ergebnisse zum ersten Schnitt verdeutlichen, dass die mittleren Proteingehalte auf einem deutlich höheren Niveau als noch im Vorjahr liegen. Mit durchschnittlich 16,5 % in der TS wurden die mit Abstand höchsten Proteingehalte der vergangenen Jahre erreicht. Dies zeigt sich ebenfalls bei den Gehalten an nXP (nutzbares Protein im Dünndarm). Dieser fällt mit durchschnittlich 140 g/kg TS deutlich höher aus als im Schnitt der letzten Jahre. Neben den guten Proteingehalten fallen die Energiegehalte etwas mäßiger aus. Mit 6,2 MJ NEL/kg TS entspricht der Energiegehalt ungefähr dem der Vorjahre. Die große Schwankungsbreite von 5,8 bis 6,7 MJ NEL/kg TS zeigt, dass auf vielen Betrieben ein entsprechender Energieausgleich über Kraftfuttermittel vorgenommen werden muss.

Die warme Witterung im vergangenen Vegetationsjahr und die damit verbundene schnelle Abreife zeigt sich deutlich in höheren Rohfasergehalten. Daraus resultiert unter anderem ein niedriger EloS-Wert (enzymlösliche organische Substanz) von durchschnittlich 66,3 %. Dieser Wert reicht bei Weitem nicht an den Zielwert von über 70 % für Grassilagen heran, lässt aber dennoch auf eine einigermaßen gute Verdaulichkeit schließen. Auch hier sind die Schwankungsbreiten von 60 bis 72 % enorm.

Aufgrund der hohen Protein- und moderaten Energiegehalte ist der Stickstoffüberschuss etwas höher als in den Jahren zuvor, weswegen möglicherweise weniger Proteinergänzer und vermehrt Energieausgleichsfutter gefüttert werden muss.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 5/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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