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Mit der Spatendiagnose lassen sich bearbeitungsbedingte Grenzschichten im Oberboden leicht erkennen. Aber wie sind Strukturschäden des Unterbodens visuell zu erkennen? Dazu will das Forschungsprojekt Antworten finden. Foto: Prof. Conrad Wiermann

Der Bodenstruktur wird im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels und die damit notwendigen Anpassungen landwirtschaftlicher Landnutzungssysteme zunehmende Bedeutung zukommen. Gerade die Witterungsverläufe der vergangenen zwei Vegetationsperioden haben gezeigt, dass Infiltrationsprozesse und kapillarer Aufstieg sehr eng mit der Funktionalität des Porensystems zusammenhängen. Nur eine intakte Bodenstruktur ist in der Lage, bei Niederschlagsmangel Wasser beziehungsweise darin gelöste Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nachzuliefern und gleichzeitig bei intensiven Niederschlagsereignissen überschüssige Wassermengen abzuleiten.

Die Bodenstruktur beeinflusst somit direkt die Nährstoffeffizienz und damit die Umweltwirkung landwirtschaftlicher Landnutzungssysteme. Viele Berater und Praktiker stellen sich allerdings zunehmend die Frage: Woran ist eine funktionale Bodenstruktur zu erkennen? Welche Merkmale sind positiv, welche negativ zu beurteilen? Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es deshalb, eine für die landwirtschaftliche Praxis geeignete Methode zur schnellen Beurteilung der Bodenstruktur im Feld zu entwickeln. Hierzu sollen in den nächsten drei Jahren 45 repräsentative Ackerstandorte in Schleswig-Holstein im Hinblick auf ihre Bodenstruktur untersucht werden.

Die Bodenstruktur ist gerade im Hinblick auf die Bodenfruchtbarkeit von zentraler Bedeutung und wird gleichzeitig durch Bewirtschaftungsmaßnahmen in ihrer Wirkung auf das Pflanzenwachstum maßgeblich modifiziert. Die Ausnutzung von Düngenährstoffen kann nur dann optimal erfolgen, wenn die zugeführten Nährstoffe durch den Boden gespeichert und nachgeliefert werden können – wenn also einzelne Bodenkompartimente zur Speicherung zur Verfügung stehen und anschließend die Pflanzenwurzeln diese auch erschließen können.

Die Aktivität der Bodenflora und -fauna wird neben der Qualität der organischen Substanz entscheidend durch den Gashaushalt, also die Nachlieferung von Sauerstoff bestimmt. Nur ein gut durchlüfteter Boden weist eine ausreichende biologische Aktivität und damit Umsetzung der organischen Substanz auf. Dies hat wiederum grundlegenden Einfluss auf die Aggregat- ­beziehungsweise Bodenstabilität und damit auf die Befahrbarkeit für Bearbeitungs- und Erntemaßnahmen. Insgesamt zeigen diese Zusammenhänge die herausragende Bedeutung von Bodenstruktur – man muss also lernen, sie zu erkennen, zu beurteilen, zu fördern und zu verbessern. Hierzu leistet das vorgestellte Projekt einen wichtigen Beitrag.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 11/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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