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Die Rodervorführung stößt immer auf großes Interesse. In diesem Sommer ist das Roden aber aufgrund der Trockenheit und großen Staubentwicklung sowie der wenig zufriedenstellenden Erträge nicht immer ein Vergnügen. Foto: Werner Raupert

Eine zweitägige Freilandausstellung für nur eine Frucht? Bei der Kartoffel funktioniert es. Knapp 10.000 Besucher pilgerten jetzt ins ländliche Bockerode bei Hannover, um sich umfassend über die neuesten Trends zu informieren. Bereits zum vierten Mal gastierte die "PotatoEurope", die im jährlichen Wechsel in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland stattfindet, im September in Bockerode. Und sie hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. In diesem Jahr lockten die Besucher nicht nur technische Innovationen aufs Feld. Viele wollten auf drängende Probleme im Kartoffelanbau Antworten finden.

So im Pflanzenschutz, wo wichtige Wirkstoffe wie etwa Reglone wegzubrechen drohen, oder in der Züchtung, wo die Bauern dringend auf neue Sorten warten, die zum Beispiel eine hohe Trockentoleranz und Resistenzen gegenüber Schaderregern aufweisen.

Eine positive Botschaft gab es gleich vorweg: Die Kartoffeln sind weltweit gefragt, und die Nachfrage nach den beliebten Knollen wächst. Hierzulande werden im Mittel jährlich mehr als 10 Mio. t auf über 200.000 ha produziert. In diesem Trockenjahr dürften es aber eher 9 als 10 Mio. t werden. Damit ist Deutschland der größte Kartoffelproduzent in der EU. Laut einer Studie der Rabobank soll der weltweite Konsum bis 2022 um rund 14 % ansteigen. Zur Deckung dieses Bedarfs ist auch europäische Ware gefragt.

Weniger Spaß kommt bei den Landwirten auf, wenn es um die Einschränkungen im Pflanzenschutzbereich geht. An erster Stelle steht hier aktuell das ab 2020 drohende Zulassungsende des Sikkativs Reglone. Dieses sehr günstige und bisher unverzichtbare Mittel ist auf fast allen konventionell bewirtschafteten Betrieben zur Krautminderung gesetzt. Es öffnet das Blätterdach oder wird nach dem Einsatz des Krautschlägers mit großem Erfolg eingesetzt, um die Abreife der Knollen zu steuern.

Um Alternativen zum heutigen Standard aufzuzeigen, präsentierte die DLG zusammen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Versuchsstation Dethlingen (VSD) und der Saatguterzeugergemeinschaft in Niedersachsen e. V. (SEG) in dem Special "Krautminderung" einen Systemvergleich im Versuchsfeld.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2018 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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