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In dem ersten bundesweiten Optikuh-Projekt zur Rinderfütterung wurden auf zahlreichen Versuchsstationen Daten zur Futteraufnahme, Milchleistung und Gesundheit erfasst. Foto: Dr. Ole Lamp

Das jährliche Seminar zur Rinderhaltung der Landwirtschaftskammer, exklusiv für Berater und Lehrkräfte, fand jetzt in Rendsburg statt. In diesem Jahr reichte die Palette der fünf Vortragsthemen von neuesten Ergebnissen aus der Milchkuhfütterung über Fragen der Futterqualität und Konservierung bis zur Ökonomie der Rindermast und aktuellen Fragen der Rindergesundheit.

Von den ersten Ergebnissen des jüngst abgeschlossenen ersten bundesweiten Verbundprojektes zur Milchkuhfütterung namens Optikuh berichtete der eigens aus Bayern angereiste Projektkoordinator Prof. Hubert Spiekers, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Grub.

Das rund 3,35 Mio. € teure Projekt wurde zu großen Teilen über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aus Mitteln des Bundes gefördert. In erster Linie befassten sich die darin eingebundenen Versuche mit der Phase der negativen Energiebilanz bei Milchkühen.

In dieser Phase zu Beginn der Laktation kann die Kuh noch nicht ihren vollen Energiebedarf über das aufgenommene Futter decken, sodass zur Milchbildung auch Körperreserven herangezogen werden müssen. Hierbei entscheidet nicht allein die Höhe der Milchleistung, ob die Kuh diese Episode schadlos übersteht oder beispielsweise an Ketose erkrankt.

Neben dem Management spielt offensichtlich auch die Genetik eine Rolle. Um hier Unterschiede zu finden, waren viele der aufwendigen Versuche so angelegt, dass möglichst für die gesamte Laktation Futteraufnahme, Milchleistung und Körperkondition der Einzelkuh erfasst wurden.

Ziel war es dabei, die Frage nach den Effekten von unterschiedlich energie- und kraftfutterreichen Rationen auf die Milchleistung und Fitness der Kühe aus der Sicht der Tierernährung zu untersuchen. Gleichzeitig sollte aber auch der Grundstein zur Zucht besonders ressourceneffizienter Kühe gelegt werden. So sind nach Aussage von Prof. Spiekers unsere Kühe in den letzten 20 Jahren um rund 100 kg schwerer geworden, doch ist das damit einhergehende höhere Futteraufnahmevermögen nicht gleichbedeutend mit einer höheren Effizienz des Stoffwechsels.

Durch die Zusammenführung der Analysen aus zwölf Versuchseinrichtungen konnten nun umfangreiche Datensätze von hohem Wert für die züchterische Bearbeitung der Rassen Deutsche Holsteins und Fleckvieh geschaffen werden. Denn nicht allein die hohe Milchleistung macht eine Kuh effizient bei der Umwandlung von Futter.

So variiert offenbar auch die Ausscheidung des klimaschädlichen Gärgases Methan von Kuh zu Kuh, sodass die Höhe der Energieverluste über Methan und Kot auch genetischen Einflüssen unterliegt, die sich züchterisch bearbeiten lassen. Ziel ist dabei die stoffwechselstabile, langlebige Kuh, die mit einem hohen Wirkungsgrad Futternährstoffe in Milch und Fleisch umsetzt.

Während die züchterische Umsetzung noch die nächsten Jahre benötigt, konnte Prof. Spiekers für die Fütterung klar zusammenfassen, dass der intensivere Einsatz von Kraftfutter in den ersten fünf bis sechs Wochen der Laktation am effektivsten ist. Später in der Laktation hatte der vermehrte Einsatz von Kraftfutter jedoch zunehmend weniger Vorteile. Der dann ansteigende Luxuskonsum über den Bedarf hinaus und die Verdrängung von Grundfutter hatten vermehrt negative Effekte auf die Kuh.

Für die Höhe des Kraftfuttereinsatzes nach ökonomischen Maßstäben zeigte sich deutlich, dass es hier ein Optimum für jeden Betrieb und keine generelle Empfehlung gibt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 27/2018 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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