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Eine hohe N-Ausnutzung aus Wirtschaftsdünger ist durch die Gülledepotdüngung im Mais zu erreichen. Foto: Dr. Christiane Wiese

In Milchvieh- und Futterbauregionen stellt Mais neben Grassilage eines der wichtigsten Futtermittel in der Milchviehfütterung dar, zudem stehen viele Betriebe entweder durch Beteiligungen oder als Rohstofflieferanten mit einer Biogasanlage im Zusammenhang. Entsprechend hoch sind der Wirtschaftsdüngeranfall sowie der Maisanteil in der Fruchtfolge. Nicht selten stellt Mais in Selbstfolge mit langjähriger organischer Düngung dabei die Hauptackerkultur auf dem Betrieb dar.

Da die Höhe und Verteilung der Stickstoff(N)-Salden häufig mit der Verteilung von Viehdichte und Mais­anbau korrelieren, sind in klassischen Milchvieh- und Futterbauregionen sowie in den Schwerpunktgebieten der Biogaserzeugung in der Regel auch entsprechend hohe N-Salden vorzufinden. Diese Regionen sind aber nicht nur bezüglich der N-Salden als problematisch einzustufen, sondern auch hinsichtlich der Phosphat(P)-Salden.

Maispflanzen stellen hohe Anforderungen an die Nährstoffversorgung und unterscheiden sich im zeitlichen Verlauf der Pflanzen­entwicklung sowie der Nährstoffaufnahme von vielen anderen Kulturen. Nach einer sehr zögernden Jugendentwicklung mit geringem Nährstoffbedarf folgt eine Phase intensiven Pflanzenwachstums mit dem höchsten Nährstoffbedarf zum Zeitpunkt der Blüte.

Durch den relativ spät einsetzenden Hauptbedarf an Stickstoff und eine vergleichsweise weit in den Herbst reichende Vegetationszeit können organische Wirtschaftsdünger wie Gülle und Gärrückstände sehr gut verwertet werden. In der Jugendentwicklung ist der Mais durch ein schlechtes Aneignungsvermögen für Phosphor und Kalium geprägt und somit auf eine ausreichende Bodenversorgung, also insbesondere auf eine ausreichend hohe Nährstoffkonzentration im Wurzelraum angewiesen. Das trifft besonders dann zu, wenn kühle Witterungsabschnitte das Wurzelwachstum und hiermit die P-Aufnahme hemmen.

Der Phosphor im Boden besitzt zudem eine schwache Mobilität und starke Bindung an Kationen, wodurch trotz P-Überschuss im Boden der Bedarf der jungen Maispflanzen häufig nicht ausreichend gedeckt werden kann. Aus diesem Grund hat sich die mineralische Unterfußdüngung beim Mais als ertragsstabilisierende Maßnahme in der Praxis etabliert.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 15/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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