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Der Fokus in Schnittnutzungssystemen sollte noch stärker auf das Frühjahr gelegt werden, da hier mit einem geringeren Wassermangel zu rechnen ist. Foto: Malin Bockwoldt

Verschiedene Studien zeigen eine Verfrühung des Wachstumsbeginns im Frühjahr aufgrund der Klimaerwärmung. Auch in Schleswig-Holstein ist dieser Effekt zu erkennen. Welche Auswirkungen hat dies auf die Grünlandbewirtschaftung?

Änderungen pflanzenphänologischer Stadien im Frühjahr sind stark temperaturabhängig und stehen somit auch im direkten Zusammenhang mit der Witterung. Aufgrund des Klimawandels steigt die durchschnittliche Jahrestemperatur exponentiell an, im Zusammenspiel mit durchschnittlich milderen Wintermonaten und häufiger vorkommenden Extremwetterereignissen. Anhand von Fernerkundungsdaten konnte so eine Verlängerung der Vegetationsperiode in den mittleren und hohen Breiten der nördlichen Hemisphäre gezeigt werden (Stöckli & Vidale 2004). Neben milderen Temperaturen im Herbst ist die Verlängerung der Vegetationsperiode begründet in einem verfrühten Vegetationsbeginn.

Im Grünland wird der Vegetationsbeginn mittels der korrigierten Grünland-Temperatursumme (kT-Summe) beschrieben. Zur Berechnung der Temperatursumme werden die positiven Tagesmittelwerte ab dem 1. Januar aufsummiert und dabei im Januar zur Hälfte, im Februar zu drei Vierteln und ab März voll eingerechnet. Nach einer sechsjährigen Untersuchung an der niedersächsischen Versuchsstation Infeld wurde so von Ernst und Loeper (1976) ein Vegetationsbeginn bei einer kT-Summe von 200 °C ermittelt. Bei diesem Richtwert werden jedoch standortspezifische Kenngrößen wie der Bodentyp oder der Grundwasserflurabstand nicht berücksichtigt, sodass der Vegetationsbeginn im Grünland laut dieser Definition für andere Standorte nur bedingt gültig ist. Detaillierte Untersuchungen des Grünland-Vegetationsbeginns in Schleswig-Holstein zeigen, dass der nachhaltige Wachstumsbeginn in den vergangenen Jahren je nach Standort bei einer durchschnittlichen kT-Summe zwischen 190 und 290 C lag (Bockwoldt et al. 2018).

Anhand von vier Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde die Temperatursumme zum Vegetationsbeginn des Grünlands in Schleswig-Holstein von 1980 bis 2019 berechnet (siehe Abbildung 1). Zur Berechnung wurde die Temperatursumme von 200 °C gewählt. Somit fließen standortbedingte Unterschiede des Vegetationsbeginns nicht mit ein. Die Ergebnisse sollten daher als reine Analyse von meteorologischen Temperaturveränderungen angesehen werden. Die Wetterstationen wurden so gewählt, dass alle Himmelsrichtungen im Land, vorwiegend in typischen Grünlandregionen, abgedeckt sind.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 36/2019 unter der Rubrik "Pflanze" und im digitalen Bauernblatt.

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