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Bereits die Bedingungen zur Geburt und die Erstversorgung nach der Kalbung sind entscheidend für die weitere Entwicklung des Kalbes in den ersten Lebenswochen. Foto: Sabrina Diestelow

Eine gesunde und wirtschaftliche Kälberaufzucht legt den Grundstein für die Zukunft von erfolgreichen Milchviehbetrieben. Der Aufzucht der jungen Milchviehgenerationen kommt eine hohe ökonomische Bedeutung zu, die durch Managemententscheidungen in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann. Umso wichtiger ist es, in dieser sensiblen Phase Fehler zu vermeiden, um den späteren Betriebserfolg nicht nachteilig zu beeinflussen. Hierzu informierte der Bau- und Energielehrschautag am 3. Januar in Futterkamp.

Anhand der guten Besucherzahlen von Landwirten, Auszubildenden und Beratern wurde deutlich, dass diesem Thema auf vielen Betrieben weiterhin eine hohe Bedeutung zukommt. Als Referenten standen Imke Junge und Sabrina Diestelow, beide Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, zur Verfügung. Weiterhin wurden Neuerungen von der EuroTier durch Hans-Jochim Rohweder, ebenfalls Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, vorgestellt. Weiterentwicklungen aus dem Bereich der Kälberaufzucht hatte Dirk Sötje von der Firma Holm & Laue mitgebracht, und einen Einblick in die Neuheiten in der Stalllüftungstechnik lieferte Gerd Jöns von der Firma Huesker.

Im ersten Vortrag wurde durch Imke Junge und Sabrina Diestelow dargestellt, mit welchen einfachen Möglichkeiten die Kälberhaltung im Management verbessert werden kann. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit, da Managementfehler sich meist in erhöhten Krankheitsraten widerspiegeln. Junge veranschaulichte im ersten Teil der Veranstaltung die Bedeutung der einzelnen Aufzuchtphasen und wo vor allem in den ersten Lebenswochen weiteres Potenzial besteht, seine Kälberaufzucht zu optimieren. Die Kernphasen der Kälberaufzucht bestehen aus der Tränkephase, aufgeteilt in zwei Abschnitte: zum einen die Vollmilchphase, in der Tiere bevorzugt in Einzelhaltung aufwachsen und mit Vollmilch ad libitum versorgt werden sollten, zum anderen die Gruppenhaltungsphase, in welcher die Kälber in der Regel mit Milchaustauschern getränkt und mit dem 77. Lebenstag abgesetzt werden. In der gesamten Tränkephase sind die Kälber am anfälligsten für Erkrankungen.

Zu beachten ist, dass die Tiere ab dem siebten Lebensmonat auf eine energiearme Jungviehration umgestellt werden sollten. Die täglichen Zunahmen bis zum siebten Lebensmonat sollten über 800 g liegen, nach dem siebten Lebensmonat sollten die Zunahmen gebremst werden auf 600 bis 800 g pro Tag.

Aus der Literatur und den Auswertungen des Landeskontrollverbandes (LKV) Schleswig-Holstein geht hervor, dass im Schnitt 10 bis 15 % der Tiere innerhalb der ersten Lebenswochen verenden. Als häufigster Abgangsgrund wird Durchfall angegeben, gefolgt von Lungen­erkrankungen. Aus diesen Studien geht jedoch nicht hervor, welche zusätzlichen wirtschaftlichen Verluste auf den Betrieb zukommen wie Behandlungskosten und der erhöhte Betreuungsaufwand für die erkrankten Tiere.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2019 unter der Rubrik "Betriebsführung" und im digitalen Bauernblatt.

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