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Festliegende Kühe sind bei mildem Wetter ohne Frost auf der Weide erst einmal gut aufgehoben. Aber auch wenn der Boden weicher ist als im Stall, muss die Kuh mindestens vier Mal pro Tag gewendet werden, um Muskelschäden zu verhindern. Foto: landpixel

Rund um das Abkalben treten die häufigsten Fälle von festliegenden Kühen auf. Oft ist ein Kalziummangel der Grund dafür. Es gibt aber noch viele andere Ursachen, warum eine Kuh nicht oder nur sehr schwer aufstehen kann.

Das Festliegen selbst ist keine Krankheit, sondern nur die Folge einer Grunderkrankung. Wird diese Grunderkrankung zu spät erkannt oder behandelt, kommen oft noch durch das Festliegen selbst weitere Probleme hinzu, welche die Aussicht auf Heilung verschlechtern. Was also tun, wenn die Kuh festliegt?

Die Sofortmaßnahmen im Stall

Sobald eine Kuh nicht mehr aufstehen kann, sollte sie schnellstmöglich auf weichem, trockenem und rutschfestem Untergrund (zum Beispiel Sand oder einer trockenen Stroh-Mist-Matratze) gelagert werden. Für diese Transporte hat sich der Einsatz von Mattenschlitten im Eigenbau (Gummimatte mit Zug­ösen) oder sehr großen beplankten Paletten bewährt, um die Kuh mit Maschinen heben und bewegen zu können. Notfalls eignen sich als Hebegeschirr auch breite Gurte oder Feuerwehrschlauch-Stücke, die unter der Brust und vor dem Euter unter der Kuh durchgeführt werden.

Spätestens dann, wenn die Kuh auf eine Milchfieberbehandlung nicht anspricht oder der kleinste Verdacht auf eine andere Ursache vorliegt, müssen eine gründliche Untersuchung und Behandlung durch den Tierarzt beziehungsweise die Tierärztin erfolgen und eine Blutprobe untersucht werden.

Pflege einer festliegenden Kuh

Die weiche Unterlage sollte stets sauber und trocken gehalten werden. Liegt die Kuh zu lange in ihrem Urin, kann sich die Haut entzünden. Futter und Wasser müssen sich stets in erreichbarer Nähe für das Tier befinden. Das bedeutet, dass dies auch mehrmals täglich überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden muss. Die Kuh kann sich durch vergebliche Aufstehversuche so weit vom Wasser und Futter entfernen, dass sie für sie unerreichbar werden. Mehrfach in regelmäßigen Abständen sollte die festliegende Kuh (am besten mehr als vier Mal pro Tag) auf die andere Seite umgelagert werden. Unabhängig von der primären Ursache können bereits nach sechs Stunden Festliegen Druckschäden an Muskeln und Nerven auftreten. Deshalb ist das vorrangige Ziel, diese zu minimieren.

Der Kuh beim Aufstehen helfen

Im Stehen erholt sich eine Kuh am besten. Unkoordinierte, halbherzige Aufstehversuche/-hilfen (beispielsweise wenn die Kuh zu schwach oder der Boden sehr rutschig ist), können zu langwierigen Muskel- und/oder Nervenschäden führen (Knochenbrüche, Muskel-/Bänderrisse). Einige Kühe können mit etwas Hilfe stehen, auch wenn sie selbst zum Aufstehen nicht die nötige Kraft haben.

Als Aufstehhilfe (nicht als Halteapparat) eignet sich eine Beckenklammer. Diese kann allerdings leicht Verletzungen an den Hüfthöckern verursachen. Die Kühe müssen hierbei die Vorderbeine noch benutzen können. Schonender, allerdings auch arbeitsaufwendiger, sind Systeme mit Gurten und Heberahmen.

Ein Wasserbad (ein spezieller Metalltank wird mit warmem Wasser gefüllt und die darin "flottierende" Kuh entlastet darin für sechs bis acht Stunden täglich Muskeln und Nerven) ist die erfolgversprechendste, allerdings auch kostenintensivste Lösung.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2018 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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