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Weiche und gut verformbare Liegeboxen sind die Grundlage für Tiergesundheit und Wohlbefinden.

Neue Laufgangelemente für Gülleställe (Ausschnitt). Die Gummiauflage verbessert den Laufkomfort der Kühe. Durch das mit Gefälle versehene Profil kann Urin vom Kot abfließen, wodurch Emissionsen eingespart werden. Fotos: Prof. Norbert Kanswohl

Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen werden aufgrund von Kostenerhöhungen den Strukturwandel in der Milchproduktion beschleunigen und auch Veränderungen im Haltungssystem bewirken. Auch wird es in Zukunft möglich sein, dass nur noch emissionsarme, tiergerechte Stallbauten beim Neubau in der Rinderhaltung genehmigt werden. Die für Deutschland, aber auch für andere Staaten der Europäischen Union festgelegte drastische Minderung der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft um 29 % bis 2030 wird den Stallbau beeinflussen.

Die Landwirtschaft verursacht mit über 95 % aller Ammoniak­emissionen den Hauptteil. Insbesondere die Rinderhaltung trägt mit über 50 % zu den Ammoniak­emissionen bei. Hierbei haben die Laufflächen aufgrund der hohen emissionsaktiven Oberfläche einen relativ großen Anteil. Die Verteilung der Emissionen in Deutschland ist aufgrund der unterschiedlichen Viehdichten sehr differenziert. Insbesondere in Gebieten mit hoher Viehdichte kommt es zu einer Überfrachtung der Flächen mit Nährstoffen und zu einer Belastung der Luft mit Ammoniak und Stickoxiden. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Reduzierung von Ammoniakemissionen:

  • emissionsarme Gülleausbringtechnik (zum Beispiel Schleppschuh-, Scheibenschlitz- und Schleppschlauchverfahren)
  • Ansäuerung von Gülle
  • feste Abdeckung der Lagerbehälter oder künstliche und natürliche Schwimmdecken
  • Einsatz von Ureaseinhibitoren
  • Fütterungsstrategien zur Stickstoffreduzierung
  • emissionsarme Stallböden im Laufbereich zur schnellen Trennung von Kot und Harn

Bauliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Umsetzung lesen Sie in der Bauernblattausgabe 28/2019 unter der Rubrik "Tier" und im digitalen Bauernblatt.

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