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"Gemeinsam einen Beitrag leisten für die Balance in der Natur (v. li.)": Bauernverbandspräsident Werner Schwarz, Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht, Bischöfin Kirsten Fehrs, LandFrauenpräsidentin Ulrike Röhr, Pastor Heiko Naß und Pastorin Claudia Bruweleit. Foto: Lars Kuhlmann

Tief im holsteinischen Südwesten, unmittelbar am Stadtrand zu Hamburg liegt Waldenau-Datum, ein Ortsteil der Kreisstadt Pinneberg. Durch Gemeinschaftssinn und Selbstbewusstsein haben sich die rund 5.100 Einwohner eine gewisse Unabhängigkeit in der Metropolregion bewahrt. Seit 1948 organisiert der Bürgerverein Waldenau-Datum von 1934 ein Erntefest mit großem Ernteumzug – und zum dritten Mal das Landeserntedankfest, zuletzt im Jahr 2010.

In der festlich geschmückten Reithalle von Ute und Hans-Johann Ramcke auf dem Lindenhof-Datum waren alle Plätze auf den Strohballen dicht besetzt. Mehrere Hundert Gottesdienstbesucher waren gekommen, um dem Einzug der von der Kreislandjugend Pinneberg gebundenen Erntekrone beizuwohnen.

Pastor Henning Schlothfeld von der evangelisch-lutherischen Kreuzkirchengemeinde Pinneberg begrüßte die Gäste vor einem aus Erntefrüchten gestalteten Altar. Prunkstück war die große aufgeschlagene Bibel, deren Zeilen durch Getreide und Früchte symbolisiert wurden.

Für die musikalische Umrahmung sorgten der Pinneberger Männergesangsverein und die Posaunenmission der Nordkirche. Die bekannten Lieder, wie "Lobe den Herren" oder das Erntedanklied in plattdeutscher Auslegung "Mit Plögen und mit Saien" machten es den Gottesdienstbesuchern leicht, in den Gesang mit einzustimmen.

In ihrer Predigt sprach Kirsten Fehrs, Bischöfin für den Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, über die Herausforderungen, die die extreme Witterung der Landwirtschaft im vergangenen Jahr gebracht hatte. Nichtsdestotrotz sei "Erntedank ein Fest des Guten", so die gebürtige Dithmarscherin. Sie rief dazu auf, den Landwirten Dankbarkeit entgegenzubringen, mahnte aber auch, die Balance in der Natur zu bewahren. Dabei verzichtete Fehrs auf den erhobenen Zeigefinger. Vielmehr sei es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, einen Beitrag dazu zu leisten.

Gerade den landwirtschaftsfernen Kindern im städtischen Umfeld müsse erklärt werden, wo die Nahrung herkommt. Trotz aller Fortschritte in der Digitalisierung sei die Landwirtschaft doch ganz dicht dran, "wie das Wunder des Lebens überhaupt entsteht". Mit Blick auf den Hunger in der Welt forderte Fehrs dazu auf, vom eigenen vollen Teller auch einmal über den sprichwörtlichen Tellerrand hinauszuschauen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2018 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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