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Rund 30 Gäste kamen zur Vorstellung der Projektergebnisse nach Neumünster. Foto: Dr. Robert Quakernack

Mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung wollen viele. Doch welche Kriterien sind Landwirten und Verbrauchern besonders wichtig? Welche Maßnahmen funktionieren in der Praxis, genießen Akzeptanz und erhöhen die Zahlungsbereitschaft? Und wie kann die Kontrolle ohne neue Bürokratiemonster erfolgen? Erste Antworten darauf gibt das Gemeinschaftsprojekt MarkiT. Die Ergebnisse der abgelaufenen Projektphase wurden vorigen Donnerstag in Neumünster rund 30 Gästen vorgestellt.

Zu den Anforderungen an die mehrheitlich schleswig-holsteinischen Schweinehalter, die am Projekt teilgenommen haben, gehörten die Bereitstellung von mehr Platz, der Verzicht auf Spaltenböden, die Gabe von Stroh als Beschäftigungsmaterial oder Einstreu und die Schaffung von Krankenbuchten.

Die Betriebe sollten keine Schwänze kupieren und auf Kastrationen verzichten. "Es zeigte sich jedoch sehr schnell, dass die Mast von Ebern aus verschiedenen Gründen problematisch ist", konstatierte Prof. Brigitte Petersen vom Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn. Eine so große Zahl an Ebern könne gar nicht verarbeitet werden.

Petersen stellte im Rahmen ihrer Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen dem Anteil geruchsabweichender Eber und auf Haltungsfehler zurückzuführenden Organbefunden fest. Abhängig vom Gesundheitsstatus eines Betriebes könne für die Geruchsunterdrückung eine dreimalige Injektion mit dem Mittel Improvac notwendig sein.

Ein weiterer Fokus des MarkiT-Projekts lag auf dem Thema Schwanzbeißen. Es wurden Gruppen mit kupierten und mit nichtkupierten Schwänzen auf dieses Verhaltensmuster hin analysiert. "Das Auftreten von Schwanzbeißen und das Kupieren haben nichts miteinander zu tun", erklärte Petersen. Eine pauschale Ringelschwanzprämie, wie sie in einigen Bundesländern existiert, sei daher nicht zielführend. Grundsätzlich gelte, dass insgesamt ruhigere Tiere potenziell weniger beißen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 21/2018 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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