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Der Wolf soll in Gebieten mit Weidetierhaltung nach einem Vorschlag des AFN zukünftig nicht mehr toleriert werden. Foto: pixabay

Ein aktives Eingreifen in die heimischen Wolfsbestände ist das Hauptinstrument eines neuen Managementkonzepts, das vom Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) am vergangenen Mittwoch in Berlin vorgelegt wurde. Bei einer aktuellen Zahl von geschätzten rund 1.000 Tieren wachse die heimische Wolfspopulation jährlich um etwa 30 %, erklärte das AFN, dem auch der Deutsche Bauernverband (DBV), die "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) – Die Waldeigentümer" und der Deutsche Jagdverband (DJV) angehören.

Angesichts der Bestandsentwicklung warnte das Bündnis vor zunehmenden Konflikten der Raubtierart mit Menschen und Weidetieren. Diesen Konflikten müsse mit einem aktiven Bestandsmanagement nach dem Vorbild der skandinavischen Schutzjagd begegnet werden. Die Basis für den Schutzjagdansatz sieht das AFN in einer wildökologischen Raumplanung mit drei verschiedenen Schutzkategorien.

In Wolfsschutzarealen wie zum Beispiel großen Waldgebieten und auf Truppenübungsplätzen solle sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln können. In Wolfsmanagementarealen solle die Tierart grundsätzlich toleriert, auf Basis der von den Bundesländern jeweils festzulegenden Akzeptanzgrenze aber in ihrem Bestand reguliert werden. Schließlich plädiert das Aktionsbündnis für die Einrichtung von Wolfsausschlussarealen in urbanen Gebieten sowie im alpinen Raum und Regionen mit Weidetierhaltung, in denen der Wolf nicht toleriert werden soll. Weitere Maßnahmen im Managementkonzept sind unter anderem die Festlegung eines nationalen Standards für den Weidetierschutz, die Festlegung von Kriterien zur Identifikation verhaltensauffälliger Wölfe und die Festlegung eines Rechtsanspruchs auf Schadensausgleich mit Beweislastumkehr.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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