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Die Politik auf der Kundgebungsbühne: Oliver Kumbartzky, Heiner Rickers, Jan Philipp Albrecht, Dirk Andresen (v. li.) und Journalisten. Foto: Ulrike Baer

Zehntausende Landwirte demonstrierten am Dienstag deutschlandweit für einen Dialog mit Politik und Gesellschaft. In Schleswig-Holstein war der Verkehr morgens in vielen Orten durch Schlepperkonvois lahmgelegt, die zur Kundgebung nach Rendsburg fuhren.

Die Bauern fuhren in die Städte und folgten dem Protestaufruf. In Schleswig-Holstein starteten Landwirte von 14 Sammelpunkten mit rund 1.700 Treckern zur Sternfahrt nach Rendsburg. Außerdem waren bemerkenswert viele Teilnehmer und Fahrzeuge aus den vor- und nachgelagerten Branchen dabei, Speditionen, Viehhandel und Lohnunternehmer, Handel und Landtechnikunternehmen, die sich bei der Kundgebung auch mit Grußworten an die Landwirte richteten. Der längste Konvoi erreichte eine Länge von 10 km. An der Kundgebung auf dem Rendsburger Willy-Brandt-Platz beteiligten sich nach Polizeiangaben gut 5.000 Landwirte. Sie zählte damit zu den größten Veranstaltungen bundesweit. Initiator war die Bewegung "Land schafft Verbindung – Wir rufen zu Tisch". Innerhalb dieser organisieren sich seit Anfang Oktober Tausende Landwirte über Soziale Medien, weil sie ihre Betriebe und den ländlichen Raum durch die derzeitige Umwelt- und Landwirtschaftspolitik gefährdet sehen. "Land schafft Verbindung" wehrt sich dagegen, dass Politiker, Medien und Aktivisten ein negatives Bild von der Landwirtschaft zeichnen, und ruft zum lösungsorientierten Austausch auf.

Thomas Andresen, Milchviehhalter und Mitglied des Organisationsteams, sagte mit Blick auf die Hauptkundgebung in Bonn, wo Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Einladung nicht folgten und sich entschuldigen ließen: "Die Politik duckt sich vom Dialog weg." Er machte auf die Angst auf den Betrieben aufmerksam und dass Familien um ihre Existenz bangen.

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) kam nach Rendsburg und rief auf zu einer sachlichen Debatte mit den Landwirten: "Wer täglich auf dem Feld oder im Stall einen solch wichtigen Dienst für die Gesellschaft leistet, darf nicht öffentlich diffamiert und an den Pranger gestellt werden. Pauschales ,Bauern-Bashing´ ist ein No-go!" Es braucht einen sachlichen und offenen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen im Agrar-, Umwelt- und Klimabereich, sagte Albrecht und verwies auf den laufenden Dialogprozess "Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein". Der Minister forderte die Verbraucher zu mehr Ehrlichkeit im Konsumverhalten auf. Wenn man höhere Standards in den Bereichen Tier-, Umwelt- und Klimaschutz erreichen wolle, müssten Verbraucher bereit sein, höhere Preise zu zahlen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 43/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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