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Hart in der fachlichen Auseinandersetzung, aber höflich im Umgang verhielten sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. li.): Uwe Beythien, Dr. Ina Walenda, Moderator Sönke Hauschild, Prof. Werner von der Ohe und Werner Schwarz. Foto: Dr. Robert Quakernack

Mit einer Entschuldigung begann Bienenforscher Prof. Werner von der Ohe seinen Vortrag beim Kreisbauerntag Ostholstein-Lübeck am Dienstag auf dem Obstgut Mariashagen in Sierksdorf. Er sei mit dem Auto angereist und habe daher einige Insekten auf dem Gewissen, die auf seiner Windschutzscheibe zu Tode gekommen seien. Ernster wurde die Stimmung dann, als er die Verantwortung der Landwirtschaft beim Insektenschwund benannte.

Trotz wissenschaftlicher Mängel in den bisherigen Untersuchungen wie der sogenannten Krefelder Studie sei der Trend unumstritten: Die Insektenbiomasse und Zahl an Arten nehmen ab. Aufgrund des gestiegenen öffentlichen Interesses gebe es jetzt ein verstärktes Monitoring aus öffentlichen Mitteln. Man dürfe aber nicht abwarten, bis die Ergebnisse daraus vorliegen, sondern müsse sofort Gegenmaßnahmen ergreifen, mahnte von der Ohe.

Der Leiter des Instituts für Bienenkunde in Celle untersucht seit mehr als 15 Jahren die Einflussfaktoren auf die Gesundheit von Bienenvölkern. "Der Hauptgrund für die Winterverluste von bis zu 15 % ist in ganz überwiegendem Maße die Varroamilbe", erklärte von der Ohe. Aber auch Pflanzenschutzmittel und Nährstoffüberschüsse könnten sich negativ auf die Populationen von Bienen und anderen Insekten auswirken. So seien 60 % der 561 Wildbienenarten in Deutschland gefährdet, extrem gefährdet oder bereits "verschollen". Pflanzenschutzmittel lieferten zwar eine hohe Sicherheit. Dennoch zeigten seine Untersuchungen, dass bis zu 85 % der Pollen in Freilandversuchen Rückstände aufwiesen. Er appellierte, Behandlungen während der Rapsblüte nicht zur Flugzeit die Bienen durchzuführen. Das gelte auch für als bienenungefährlich (B4) eingestufte Mittel.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 25/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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