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Die Teilnehmer der sechsten Konferenz "Frieden und Landwirtschaft" in Vilnius. Foto: Julian Haase

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall und in Zeiten einer zunehmenden Europaskepsis in manchen Ländern zeigt sich, dass die Herausforderungen der Landwirtschaft mit Blick auf Klimawandel und Nachhaltigkeit nur über Staatsgrenzen hinweg gemeinsam gelöst werden können. Dies ist ein Ergebnis der sechsten Friedensbrot-Konferenz mit Teilnehmern aus Deutschland und elf Partnerländern entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, die vom 19. bis 21. September in der litauischen Hauptstadt Vilnius stattfand.

Die Konferenz unter dem Leitmotiv "Herausforderungen in Bezug auf Klimawandel und Nachhaltigkeit für die Landwirtschaft in Mittel- und Osteuropa" verdeutlichte die Komplexität der Herausforderungen, denen sich die Landwirtschaft in Europa künftig stellen muss. Trotz politischer, gesellschaftlicher und kulturhistorischer Unterschiede ähneln sich die Schwierigkeiten von Estland im Norden bis Bulgarien im Süden nicht selten. In verschiedenen Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmer aus Politik und von Nichtregierungsorganisationen über funktionierende Projekte und Maßnahmen in ihren Heimatländern aus, mit denen das Image der Landwirtschaft verbessert und eine nachhaltige Wirtschaftsweise erreicht werden könnten. Anschließend stellten sie gemeinsam ihre Ergebnisse vor. Anton Blöth, Vorsitzender des Vereins Friedensbrot, bekräftigte, man brauche nicht nur Forschung, Kommunikation und ein gelungenes Marketing, sondern auch eine "Start-up-Mentalität" sowie neue Geschäftsmodelle, um ein positives Image zu etablieren und den Beruf für junge Menschen attraktiv zu machen.

Schwierigkeiten bestünden in Litauen etwa darin, junge Menschen für eine landwirtschaftliche Tätigkeit und das Leben auf dem Land zu begeistern. Der Großteil der Landwirte sei älter als 56 Jahre. Niedrige Löhne, die fehlende Aussicht auf Kredite zum Landerwerb sowie eine mangelhafte Infrastruktur seien nur ein Teil der Probleme. Durch eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit, auch über Influencer und Soziale Medien, müsse mit der urbanen Gesellschaft kommuniziert und der Landwirtschaft zu einem moderneren und jüngeren Image verholfen werden, so die Teilnehmer.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 40/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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