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Lars Kuhlmann (li.) und Klaus-Peter Lucht trafen sich zum "Europatalk" auf Luchts Milchviehbetrieb in Mörel, Kreis Rendsburg-Eckernförde. Foto: Dr. Robert Quakernack

Europa wankt: Großbritannien verlässt die Gemeinschaft im März, und über den Umgang mit Flüchtlingen herrscht Streit zwischen den Mitgliedstaaten. Starke Brüsseler Politik ist gefragter denn je. Lars Kuhlmann (42) aus Tangstedt, Kreis Pinneberg, will sich engagieren. Für die Europawahl Ende Mai steht er auf Listenplatz zwei der schleswig-holsteinischen CDU. Im Gespräch mit Klaus-Peter Lucht, Vizepräsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, erläutert Kuhl­mann seine Sicht auf die Herausforderungen in Europa und warum der Blick nach Brüssel für die Landwirtschaft wichtig ist.

Klaus-Peter Lucht: Meine Familie bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb, der seit 2015 massiv gewachsen ist. Wir profitieren davon, dass die Milchquote abgeschafft wurde. Ich denke, dass wir uns auf die weltweite Vermarktung konzentrieren sollten. Dazu brauchen wir Freihandelsabkommen. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Lars Kuhlmann: Die Quote wird nicht zurückkommen. Das System hat nie richtig funktioniert. Und ja, wir müssen unsere Milch aus Schleswig-Holstein auch auf dem Weltmarkt positionieren. Schleswig-Holstein ist ein Gunststandort, wo sich Milch hervorragend produzieren lässt. Warum soll nicht die ganze Welt davon profitieren? Handelsabkommen halte ich für eine sehr gute Idee, weil es dadurch regelbasierte Übereinkünfte zwischen Staaten gibt.

Lucht: Landwirte haben mit einer Flut an Auflagen und Dokumentationspflichten zu kämpfen. Sind wir in Europa nicht schon lange über das Ziel hinausgeschossen?

Kuhlmann: Ich halte es für sinnvoll, dass es einheitliche Regeln in den Bereichen Gesundheitsschutz und Lebensmittelsicherheit gibt. Das ist ja auch ein Pfund, mit dem wir auf dem Weltmarkt wuchern können. Regelungen müssen natürlich einheitlich umgesetzt werden, und man muss aufpassen, dass es nicht zu sehr ins Klein-Klein geht.

Lucht: Wir Landwirte wollen gerne auch etwas für die Artenvielfalt und die Biodiversität machen. Aber es kann nicht sein, dass der Wolf in unserer offenen Weidelandschaft herumläuft. Es geht nicht darum, den Wolf auszurotten, sondern ihn dahin zu bringen, wo er einen natürlichen Lebensraum findet.

Kuhlmann: Wenn man kleine Kinder hat und die nicht mehr zur Bushaltestelle gehen können, weil man Angst hat, dass der Wolf herumschleicht, dann ist das natürlich auch ein europäisches Thema, weil der Wolf im europäischen Naturschutzrecht geregelt wird. Und natürlich kann man da was machen. Der Wolf muss aus dem Anhang IV der streng geschützten Arten im FFH-Recht raus. Er muss ins deutsche Jagdrecht übernommen werden. Das hat überhaupt nichts mit Ausrotten zu tun.

Ein Video von dem Treffen finden Sie auf der Facebookseite von Lars Kuhlmann.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 3/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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