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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion erläuterten die Auswirkungen des Klimawandels auf Norddeutschland und diskutierten Gegenmaßnahmen (v. li.): Prof. Christian Berg, Dr. Christine Merk, Philipp Abresch, Stephan Gersteuer, Oliver Kumbartzky und Dr. Meeno Schrader. Foto: Dr. Robert Quakernack

"#wetterextrem – Sind wir noch zu retten?" Unter diesem Motto lud der NDR am vorigen Freitag zum Klimatalk an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Kurz nach der Verabschiedung des Klimapakets der Bundesregierung und den Fridays-for-Future-Demonstrationen am Nachmittag wurde von einigen der rund 200 Besucher die Landwirtschaft als Sündenbock ausgemacht.

Als Einstimmung für die Diskussionsrunde zeigte NDR-Reporter Philipp Abresch Ausschnitte aus seiner Filmreihe, in der er den Auswirkungen des Klimawandels in Norddeutschland auf der Spur ist. Dabei besucht Abresch unter anderem Landwirtsfamilie Nommsen auf Pellworm, um aus erster Hand mehr über die Futterknappheit nach dem Dürresommer 2018 zu erfahren.

Aus dem jüngsten Bericht des Weltklimarats präsentierte der Film die Zahl, dass die Landwirtschaft für 23 % der Klimaemissionen verantwortlich sei (in Deutschland sind es 7 %). Für Abresch Grund genug, im Film die Schlussfolgerung zu ziehen: "Die Landwirtschaft gehört zu den größten Klimasündern."

Eine meteorologische Einordnung zum Klimawandel gab NDR-Wetterexperte Dr. Meeno Schrader. "Der Juli war bei uns durchschnittlich 1,3 K zu warm." Wobei die erste Monatshälfte zu kühl gewesen sei, aber anschließend die Hitzerekorde "nur so purzelten". Neben der grundsätzlichen Erwärmung nähmen also auch die Temperaturschwankungen deutlich zu.

Das in Berlin verabschiedete Klimapaket bezeichnete er als "Schlag ins Gesicht" derer, die am Nachmittag für mehr Klimaschutz demonstriert hätten. Schrader mahnte, das deutlichere Anstrengungen notwendig seien, um wirkungsvoll dem Klimawandel entgegenzutreten. Das Ausdünnen der Ozonschicht sei beispielsweise durch ein Verbot, und zwar von FCKW erfolgreich bekämpft worden.

Auch aus Sicht von Oliver Kumbartzky (FDP), Vorsitzender des Umwelt- und Agrarausschusses im Kieler Landtag, ist mit dem Berliner Klimapaket viel "heiße Luft" produziert worden. Reine Verbote hält er jedoch für den falschen Weg. "Wir sollten gute Ideen entwickeln und diese dann exportieren", erklärte der Politiker.

Als Positivbeispiele nannte er Bürgerwindparks, Energiespeichertechnik und Möglichkeiten der Energieumwandlung. "Wenn wir es mit der Energiewende ernst meinen, müssen die Erneuerbaren ausgebaut werden", so Kumbartzky. Das würde aber zwangsläufig die Landschaft verändern.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 39/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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