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Zukünftige Möglichkeiten einer gewässerschonenden Bewirtschaftung waren Gegenstand der Allianz für Gewässerschutz. Foto: Dr. Frank Steinmann

Die erste Winterveranstaltung der Allianz für den Gewässerschutz fand in der vorigen Woche in Drelsdorf, Kreis Nordfriesland, statt. Über 100 Zuhörer aus der landwirtschaftlichen Praxis und Beratung diskutierten die zukünftigen Möglichkeiten der gewässerschonenden Bewirtschaftung.

Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Husum-Eiderstedt, Melf Melfsen, zeigte sich in seiner Begrüßung überzeugt von der Allianz für den Gewässerschutz, die 2013 als Bündnis zwischen Bauernverband Schleswig-Holstein (BVSH) und dem damaligen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Melur) geschlossen wurde. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Hälfte aller Grundwasserkörper in Schleswig-Holstein die Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) verfehlt. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus der Zusammenarbeit, der zusätzlichen Verpflichtungen aus der novellierten Düngeverordnung und der gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen an die Landwirtschaft wurde die Allianz für den Gewässerschutz im Herbst 2017 um zwei Bündnispartner erweitert: die Landesgruppe Norddeutschland des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie den Landesverband der Wasser- und Bodenverbände Schleswig-Holsteins (LWBV).

Das höchste Gremium und gleichzeitig Kernelement in der Allianz ist der Runde Tisch Nährstoffmanagement (RTN), der von Anbeginn an alle sechs Monate tagt. Das Gremium besteht neben den Bündnispartnern aus vielen weiteren landwirtschaftlichen Institutionen: landwirtschaftliche Berater, Lohnunternehmerverband, Maschinenring, Forschung und Lehre, Behörden und Vertreter des Natur- und Umweltschutzes sowie des Ökolandbaus.

Der Generalsekretär des BVSH, Stephan Gersteuer, betonte, wie wichtig es sei, die Arbeitsergebnisse des RTN in die Breite zu tragen, um möglichst vielen Betrieben mit den praxisrelevanten Informationen zu einem verbesserten Nährstoffmanagement zu verhelfen. Seit 2008 können alle Betriebe innerhalb der Kulisse von Grundwasserkörpern in schlechtem Zustand nach EG-WRRL eine kostenfreie, gewässerschutzorientierte Beratung in Anspruch nehmen. Die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (Iglu) bietet seit 2008 die Gewässerschutzberatung im Beratungsgebiet 1 (Lecker und Bredstedter Geest) an und hat mittlerweile ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Gebiet in der Beratung. Im Beratungsgebiet sind schwerpunktmäßig Milchvieh- und Futterbaubetriebe mit einem hohen Anfall an Wirtschaftsdüngern und hohen Maisanteilen in der Fruchtfolge ansässig. Oftmals weisen die Nährstoffbilanzen erhöhte Stickstoffüberhänge bei gleichzeitig hohem Auswaschungspotenzial der Geestböden auf.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 5/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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