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Der Vorstand des Bauernverbandes Schleswig-Holstein um Präsident Werner Schwarz und die Viezepräsidenten Klaus-Peter Lucht und Dietrich Pritschau (v. r.) verabschiedete unter anderem eine Resolution zum Gänsemanagement. Foto: Mechthilde Becker-Weigel

Der Umgang mit Wölfen und Gänsen in Schleswig-Holstein braucht klare Vorgaben, um Schäden von der Landwirtschaft fernzuhalten. Andernfalls drohe die Aufgabe von Betrieben, warnte der erweiterte Landesvorstand des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), der am Montag in Rendsburg tagte.

In den Weidehaltungsgebieten müsse einer Wiederansiedlung des Wolfes konsequent vermieden werden. Zudem müsse in Schleswig-Holstein "nun endlich" ein Management der Gänsebestände erfolgen. So sehen es vom Verband beschlossene Positionspapiere vor.

Immer häufiger werden Wölfe in Schleswig-Holstein gesichtet, und Nutztierrisse, die auf sie zurückzuführen sind, nehmen zu. Es ist davon auszugehen, dass der Wolf auch künftig vermehrt in Schleswig-Holstein auftreten wird. Das stellt vor allem für Weidetierhalter eine Herausforderung dar. Der Berufsstand fordert daher eine kritische Prüfung beziehungsweise Änderung des Wolfsmanagements. So seien Einzäunungen insbesondere in der Weidewirtschaft und auf Deichen keine praktikable Lösung zum Schutz gegen den Wolf. In diesen Gebieten müsse die Möglichkeit für eine Schutzjagd geschaffen werden. Dazu sei der Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen und die Umsetzung von Ausnahmeregelungen der EU-Naturschutzrichtlinie in deutsches Recht zu erleichtern. Zudem dürfe eine Einzäunung nicht Bedingung für einen Schadenersatz sein.

Schleswig-Holstein müsse außerdem seine Blockadehaltung aufgeben gegen Managementpläne zur Regulierung der Gänsebestände, die von den europäischen Nachbarländern befürwortet werden. Das Kieler Umweltministerium müsse dazu ein effektives Monitoring etablieren und vorhandene Bestandszahlen offenlegen. Grundsätzlich könnten Entschädigungszahlungen nur eine zweitrangige Lösung sein, nach dem – bisher verweigerten – Bestandsmanagement. Eine Entschädigung sei aber geboten. Die Regulierung der Schäden müsse einfach und praktikabel sein.

Die Positionspapiere zu Wolf und Gans finden Sie hier.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 12/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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