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Mobile Legehennenställe, die regelmäßig versetzt werden, bedürfen in Schleswig-Holstein in der Regel keiner Baugenehmigung mehr. Foto: Michael Müller-Ruchholtz

Die Agrarminister hatten schon 2014 auf ihrer Konferenz in Cottbus erkannt, dass das Interesse und die Nachfrage nach mobilen Hühnerställen immer größer wird. So wurde die Bauministerkonferenz gebeten, eine bundesweit einheitliche Vorgehensweise in der baurechtlichen Beurteilung zu erreichen. Mobilställe für Geflügel sollten dabei grundsätzlich als genehmigungsfrei eingestuft werden, jedenfalls dann, wenn sie darauf ausgelegt sind, in regelmäßigen Abständen auf den Auslauf­flächen bewegt zu werden.

Nachdem auf Bundesebene jedoch keine einheitliche Lösung erarbeitet werden konnte, hat der Bauernverband Schleswig-Holstein in nahezu zweijährigen Gesprächen mit dem Kieler Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (Mili) als oberster Baubehörde des Landes Schleswig-Holstein maßgebliche Verfahrenserleichterungen durchgesetzt. In der Vergangenheit war die Genehmigungspraxis mitunter uneinheitlich. Kosten und Aufwand für Baugenehmigungen und Immissionsgutachten standen oft in keinem Verhältnis zu den wirtschaftlichen Erträgnissen.

Bei den sogenannten Hühnermobilen handelt es sich um fahrbare Unterstände für Legehennen. Diese Ställe werden (auch abhängig von Bodenqualität und Witterung) in einem Abstand von meist mehreren Wochen versetzt, um den Tieren jeweils einen neuen und frischen Auslaufbereich zur Verfügung zu stellen. Nachts werden diese Gebäude verschlossen, damit die Tiere vor Fraßfeinden geschützt sind. Diese Form der Freilandhaltung von Legehennen bringt viele Vorteile mit sich. So haben die Tiere immer wieder einen "frischen" Auslauf, der Parasitendruck wird reduziert, und punktuell erhöhte Nährstoffeinträge können verhindert werden.

Mittlerweile gibt es eine Reihe unterschiedlicher Stallmodelle, mit denen eine mobile, an wechselnden Standorten durchführbare Unterbringung des Geflügels ermöglicht wird. Diese Ställe variieren im Hinblick auf ihre Größe, Bauart und den damit verbundenen Aufwand für den Auf- und Abbau. Oft handelt es sich um fahrbare autarke Systeme mit eigener Stromversorgung und eigenem Wasser- und Futtervorrat.

Das komplette Interview finden Sie in der Bauernblattausgabe 16/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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