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Bisher sind die Maschinen von elf Landtechnikherstellern mit dem agrirouter kompatibel. Foto: agrirouter/dkr

Bei der Software agrirouter handelt sich um eine Plattform zum Datenaustausch zwischen Landwirten und Lohnunternehmen sowie Apps. Sie verbindet Agrarsoftware herstellerübergreifend und soll Betriebsabläufe vereinfachen. Mitte voriger Woche wurde sie auf der Veranstaltung "agrirouter connect 2018" im niederdächsischen Rosengarten-Ehestorf vorgestellt. 

Die Veranstaltung bot den rund 220 Fach- und Pressebesuchern Vorträge, Messestände und Maschinenpräsentationen zur Funktionsweise des agrirouters des Herstellers DKE-Data. Hard- und Software-Provider stellten ihre angebundenen Lösungen und Funktionalitäten vor und präsentierten ebenfalls Nachrüstlösungen für ältere Maschinen. 

Die bisherige Datenübertragung zwischen Maschinenterminal und Farming-Software am Home-PC via USB-Stick ist nun direkt über den agrirouter möglich. Dieser fungiert als eine Art Cloud. Gleichzeitig ist es möglich, die Daten mit anderen Anwendern des agrirouter wie Lohnunternehmen zu teilen. 

Die sogenannten Routen der Daten sollen für jeden Nutzer individuell sein. "Bei der Einrichtung legt man im Kontrollzentrum fest, wer die Daten empfangen soll", so Jan-Philipp Reif von der Firma Rauch. Welche Maschinen und Apps an den agrirouter angeschlossen werden, könne jeder Nutzer selbst bestimmen.

"Der agrirouter dient als Datendrehscheibe", so Astrid Thullner, ebenfalls von der Firma Rauch. Nach dem Upload durch den Maschinenführer würden die Daten so lange gespeichert, bis sie am Home-PC abgerufen werden. "Jedoch maximal sieben Tage, danach werden sie aus Datenschutzgründen gelöscht", so Thullner weiter. 

Da alle Daten im gleichen Format übertragen werden, ist die Kompatibilität laut DKE-Data zwischen den beteiligten Landtechnikherstellern möglich. Diese sind Agco, Amazone, Exel-Industries, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger, Rauch und SDF. 

Aber auch unterschiedliche Farming-Softwares, die am Home-PC verwendet werden, seien über den agrirouter kompatibel: "Solange der gleiche Datentyp verwendet wird, sind die Daten kompatibel", so Alexander Hammerschmidt von der Firma DKE-Data. Verwendet beispielsweise der Lohnunternehmer eine andere Farming-Software als der Landwirt, stellt dies laut Hammerschmidt für den Datenaustausch kein Hindernis dar. 

Die herstellerübergreifende Datenübertragung soll Betriebsabläufe vereinfachen und verbessern: "Man muss sich für die Einrichtung einmal Zeit nehmen, danach spart man dafür umso mehr ein", so Reif. 

Voraussetzung für die Nutzung sei ein entsprechendes Terminal (Telemetrie-Box beziehungsweise Kommunikationseinheit) – entweder für den Selbstfahrer oder als Verbindungsstelle zwischen Schlepper und Anbaugerät. Das Terminal diene zur Datenerfassung und -übertragung. Für Letztere werde eine Internetverbindung benötigt: Entweder per WLan (Stromversorgung über den Schlepper nötig) oder über spezielle Boxen mit SIM-Karte (Kabelverbindung mit dem Terminal notwendig). Auch ein Hotspot mit dem Smartphone sei ein möglicher Internetzugang.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 43/2018 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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