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Dietrich Pritschau will seine männlichen Ferkel zunächst wieder kastrieren, solange der Verarbeitungs- und Vermarktungsweg für immunkastrierte Tiere nicht frei ist.

Nur noch 680 Tage! Dietrich Pritschau zählt die Tage rückwärts, bis die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland endgültig verboten wird. Der Schweinehalter aus Westerrade, Kreis Segeberg, hat sich deswegen dazu entschlossen, testweise rund 1.350 Tiere des Familienbetriebes mit dem Mittel Improvac gegen Ebergeruch zu impfen. Die auch als Immunokastration bezeichnete Methode gilt als eine geeignete Alternative. Allerdings stellen Verarbeitung und Vermarktung solcher Kastraten eine Herausforderung dar. Anfang des Jahres warb der Vizepräsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) daher bei verschiedenen Institutionen um Unterstützung. Einer Expertengruppe berichtete er am vergangenen Mittwoch von seinen Fortschritten.

Pritschau erläuterte, dass seine Initiative auch aus einer "kleinen Wut" heraus entstanden sei, dass vielen Diskussionsrunden der Vorwurf zu entnehmen war, dass "wir Landwirte nicht willens sind, diese Arbeit zu machen oder die Kosten dafür zu tragen". Deshalb habe er gemeinsam mit der Familie entschieden, zu Beginn des Jahres erst mal nicht mehr zu kastrieren, sondern zu impfen. Das sei derzeit der einzige Alternativweg - neben der klassischen Ebermast -, der im Augenblick für die Landwirte gangbar sei.

Auf dem Betrieb besteht ein Dreiwochenrhythmus. Dabei werden jeweils zirka 900 Ferkel geboren; entsprechend seien 450 Tiere pro Gruppe männlich. "Da wir jetzt drei Gruppen nicht kastriert haben, macht das insgesamt 1.350 Ferkel, die geimpft werden müssen", rechnete Pritschau vor. Für die Mitarbeiter im Stall bedeutete es zunächst weniger Arbeit, und das Kastrieren sei "ja auch nicht die schönste Tätigkeit". Letztlich seien die Verfahrenskosten und der Arbeitsaufwand aber erst mal nachrangig. Der Weg müsse gangbar gemacht werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 9/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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