Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Der Bauernverband begrüßt, dass die Landwirtschaft als raumbedeutsamer und die Kulturlandschaft prägender Wirtschaftszweig anerkannt wird. Laut Landesentwicklungsplan soll er "als solcher erhalten und nachhaltig weiterentwickelt werden". Foto: Michael Müller-Ruchholtz

Gesetzlicher Auftrag der Raumordnung ist "eine nachhaltige Raumentwicklung, die die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang bringt und zu einer dauerhaften, großräumig ausgewogenen Ordnung mit gleichwertigen Lebensverhältnissen" führt (§ 1 Absatz 2 Raumordnungsgesetz). Informell spricht man auch vom "magischen Dreieck" der Raumordnung: Ökonomie – Ökologie – Soziales.

Land- und Forstwirtschaft kennen dieses Prinzip seit Jahrhunderten unter dem Begriff "Nachhaltigkeit".

Am 17. Dezember 2018 hatte die Landesregierung den Erlass zur Einleitung des Verfahrens zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplans Schleswig-Holstein 2010 im Amtsblatt bekannt gemacht. Am 31. Mai dieses Jahres endete die Frist, in der jedermann Stellung zu den Planungen nehmen konnte.

Der Landesentwicklungsplan ist als Fachplan der Raumordnung die Grundlage für die räumliche Entwicklung des Landes in den nächsten Jahren. Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten des Raums, also der Land- und Meeresflächen, aufeinander abzustimmen. Dabei gilt der Plan für das gesamte Land und soll mit seinen Festlegungen, den sogenannten Zielen und Grundsätzen der Raumordnung, wichtige planerische Voraussetzungen schaffen, um eine ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung zu ermöglichen.

Der Landesentwicklungsplan ist den Regionalplänen sowie den Landschaftsrahmenplänen übergeordnet. Die Regionalpläne konkretisieren die Vorgaben des Landesentwicklungsplans für die drei Planungsräume im Land und treffen spezifischere Aussagen zu diesen Teilräumen. In den Landschaftsrahmenplänen geht es um die Aspekte Naturschutz und Landschaftspflege.

Der Bauernverband SchleswigHolstein (BVSH) hat nun in einer umfassenden Stellungnahme zum neuen Entwurf eines Landesentwicklungsplan Stellung genommen. Darin begrüßt der Bauernverband ausdrücklich eines der zentralen Ziele, nämlich den Flächenverbrauch in Schleswig-Holstein auf 1,3 ha pro Tag zu reduzieren. Grund und Boden stellen die einzige und unvermehrbare Produktionsgrundlage der Landwirtschaft für den Anbau von Lebens- und Futtermitteln sowie von Nachwachsenden Rohstoffen dar. Bundesweit gehen jedoch täglich noch immer 62 ha landwirtschaftlicher Flächen allein für Siedlungs- und Verkehrsflächen verloren, umgerechnet die Fläche eines durchschnittlichen Landwirtschaftsbetriebs. Seit 1992 sind in Deutschland gar 1,3 Mio. ha landwirtschaftlicher Fläche umgewidmet, versiegelt oder aufgeforstet worden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 22/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.