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Friedrich von Ludowig (r.) präsentiert gemeinsam mit Lutz Schlünzen das Saatgut für den 15 m breiten Blühstreifen zwischen Rapsfeld unf Knick. Foto: Dr. Robert Quakernack

"Hier wird es in acht Wochen vor Insekten nur so wimmeln", erklärte Betriebsleiter Friedrich von Ludowig bei einer Presseveranstaltung des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH) vorige Woche Freitag auf Gut Petersdorf in Lensahn, Kreis Ostholstein. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Wir machen das Land bunter" zeigten Bauern, wie sie mit der Anlage von Blühflächen zur Steigerung der Artenvielfalt und der Nahrungsgrundlage für Insekten beitragen.

Stephan Gersteuer, BVSH-Generalsekretär, erläuterte, dass mittlerweile in jedem Kreis Schleswig-Holsteins Blühaktionen stattfänden. Insgesamt würden auf 6.100 ha Blühflächen angelegt, in ganz Deutschland sogar auf rund 117.000 ha. Dabei gebe es ganz unterschiedliche Modelle: Manchmal übernähmen Landwirte die Bestellung von Flächen für Gemeinden, teilweise stellten die Gemeinden Saatgut zur Verfügung und teils trügen die Landwirte die Kosten sowohl für das Saatgut als auch für die Arbeitserledigung selbst – neben der Bereitstellung von Flächen.

Von Ludowig schilderte, dass ein Umdenken im Ackerbau eingesetzt habe. Vor zehn Jahren habe der Hauptfokus ausschließlich auf dem Ökonomischen gelegen, auch preisbedingt. Das habe sich geändert. Er selbst erweitere die klassische Raps-Weizen-Gerste-Fruchtfolge mit Zuckerrüben, Mais und Ackerbohnen. Im Anbau von Hafer sieht er eine weitere Alternative mit Potenzial. Auch Blühflächen könnten sich aus seiner Sicht zu einem betriebswirtschaftlichen Standbein entwickeln. Schon jetzt befänden sich 2,5 % seiner Flächen in Vertragsnaturschutzprogrammen. Er befürwortet allerdings eine klare Trennung von intensivem Ackerbau und Naturschutz – die sogenannte Segregation. "Im Ackerbau muss es das Ziel sein, einen möglichst hohen Output zu bekommen", betonte von Ludowig. Damit intensiver Ackerbau und Blühstreifen nebeneinander funktionieren, führt der Betriebsleiter ein intensives Bestandsmonitoring durch, um Pflanzenschutzmaßnahmen ausschließlich nach Überschreitung von Schadschwellen durchzuführen. Zudem habe er die Arbeit mit der Spritze in die Nachtstunden verlegt, um möglichst wenig Abdrift zu verursachen. Denn neben der Freude an einem gesunden Getreidebestand genießt er es genauso, "die Insektenvielfalt in einem Blühstreifen zu erleben".

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 21/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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