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Schleswig-Holsteinische Agrarblogger am Haus der Landwirtschaft und Ernährung in Berlin (v.li.): Thomas Andresen, Agnes Greggersen, Janne Richling, Mareike Jens, Medienprofi Matthias Süßen und Christian Völkner. Foto: Dr. Robert Quakernack

Social-Media-Analyse, Videoproduktion und Storytelling - die Agenda auf dem "Agrarbloggercamp 3.0", das Ende vergangener Woche in Berlin stattfand, war umfangreich. Dabei konnten die rund 70 Teilnehmer die Inhalte der Workshops selbst bestimmen. Diese Veranstaltungsform nennt sich "Barcamp" und war aus Sicht von Nadine Henke und Bernhard Barkmann aus dem Organisationsteam ein Riesenerfolg.

Neben handwerklichen Fähigkeiten war Austausch der eigenen Erfahrungen im Umgang mit Kritikern ein wichtiger Punkt in den Workshops.

Austausch kostet Zeit

Thomas Andresen, Milchviehhalter aus Sillerup, Kreis Schleswig-­Flensburg, berichtete von seinen Instagram-Kanal "Hof Barslund". Insgesamt habe er dort knapp 10.000 sogenannte Follower. Rund zwei Drittel davon hätten einen landwirtschaftlichen Hintergrund. Knapp die Hälfte der Leute sehe regelmäßig seine "Storys" an. "Ich habe aufgegeben, alle Nachrichten zu beantworten, die ich bekomme, aber ich lese alle", erklärte Andresen. Wenn es fachlich ins Detail gehe, antworte er aber immer. Das koste manchmal viel Zeit. Das reine Erstellen von Beiträgen sei hingegen nicht so zeitaufwendig. Seine Motivation, sich zu engagieren, ist die Öffentlichkeitsarbeit. "Der Bauer bekommt ein Gesicht", schildert der Blogger, der auch Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss des Bauernverbandes Schleswig-Holstein ist.

Die Verbraucher könnten in den Postings sehen, dass man als Landwirt lebe und arbeite wie jeder andere auch. Entsprechend kämen insbesondere persönliche Videos gut an. Gemeinsam mit einigen anderen Agrarbloggern postet Andresen Videos mit dem Hashtag
#landwirtschaftin60sekunden.

Wie Blogger Thomas Andresen in den Sozialen Netzwerken mit Kritik an der modernen Landwirtschaft umgeht, sehen Sie in einem Video auf dem Bauernblatt-YouTube-Kanal.

Zum Umgang mit Shitstorms gab Matthias Süßen, Trainer für Online- und Multimediajournalismus, wertvolle Tipps. Er riet dazu, Wortfilter zu aktivieren, sodass Kommentare mit Schimpfwörtern bereits vor der Veröffentlichung blockiert werden. Zudem gelte grundsätzlich: keine Panik, Ruhe bewahren und Ursachen ergründen. Was sind die wesentlichen Konflikte, wen muss ich wie ansprechen?

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 8/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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