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Julia Klöckner präsentiert die Nutri-Score-Kennzeichnung. Foto: bmel

Die Bundesregierung wird sich bei der angestrebten vereinfachten erweiterten Nährwertkennzeichnung für das Nutri-Score-Modell entscheiden. Das hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) angekündigt. Die Ministerin reagiert damit auf das Ergebnis einer von ihrem Haus in Auftrag gegebenen repräsentativen Verbraucherbefragung.

Nach der landete der in Frankreich gebräuchliche Nutri-Score sowohl hinsichtlich der Wahrnehmung als auch der Verständlichkeit mit deutlichem Abstand vor den anderen Kennzeichnungsmodellen. In der Gesamtbewertung sprachen sich 57 % der Befragten für Nutri-Score aus. 28 % bevorzugten das Modell des Max-Rubner-Instituts. Abgeschlagen folgen das skandinavische Keyhole-Modell mit einer Zustimmung von 7 % sowie der Vorschlag vom Lebensmittelverband Deutschland mit 5 %.

Klöckner kündigte an, noch im Oktober einen Verordnungsentwurf vorzulegen und nach der anschließenden Kabinettsbefassung zur Notifizierung durch die Europäische Kommission nach Brüssel zu übermitteln. Sie geht davon aus, dass hiesige Lebensmittelunternehmen im Laufe des kommenden Jahres die Kennzeichnung auf ihren Produkten vornehmen können.

Die Ministerin sprach im Zusammenhang mit der nunmehr erfolgten Weichenstellung von einem "Meilenstein in der Ernährungspolitik", nachdem die Debatte seit mehr als einem Jahrzehnt emotional und kontrovers in Deutschland geführt werde. Umso wichtiger sei es, "dass wir mit der von uns durchgeführten wissenschaftlichen Analyse und Verbraucherforschung nun eine belastbare und verlässliche Datengrundlage haben."

Klöckner verwies auf den Wunsch der Verbraucher nach mehr Sicherheit und Transparenz beim Kauf von Lebensmitteln. Mit dem Nutri-Score stehe künftig ein Instrument zur Kennzeichnung von Fertigprodukten geben, das viele der Anforderungen von Verbrauchern erfülle. Der Nutri-Score sei "auf den ersten Blick erfassbar, leicht zu verstehen und nutzt die eingängige, bereits gelernte Farbwelt einer Ampel". Zwar lasse das Modell keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Nährwerte zu, räumte Klöckner ein. Verbraucher erwarteten jedoch vor allem eine zusammenfassende Bewertung, die schnelle Orientierung gibt. Detaillierte Informationen könne man auch weiterhin der Nährwerttabelle auf der Rückseite der Produkte sowie der Zutatenliste entnehmen.

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