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Viele Bauern sind mit der aktuellen Agrar- und Umweltpolitik nicht einverstanden. Deshalb gehen (und fahren) sie auf die Straße. Foto: Iris Jaeger

Ernsthafte politische Reaktionen auf die friedlichen Bauernproteste der vergangenen Wochen verlangt der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Werner Schwarz. "Die Politik ist gut beraten, auf die Dialogforderung der Landwirtschaft einzugehen und diese Art der Willensbekundung sehr ernst zu nehmen", sagte Schwarz auf der Herbsttagung der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG) am Mittwoch (6. November) in Göttingen.

Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein warnte davor, lediglich pro forma mit den Landwirten zu sprechen und zugleich weiter "Politik nach Termin- und Meinungslage" zu machen. Damit verspiele man die gegenseitige Dialogbereitschaft, die in der Gesellschaft ohnehin auf dem Rückzug sei.

Schwarz bekräftigte die Bereitschaft der Bauern zu Veränderungen: "Wenn unsere Gesellschaft eine Agrarwende will, werden wir Bauern uns dem nicht verschließen." Klar sei jedoch, "wir schaffen das nicht allein". Dabei sei nicht zuletzt jeder einzelne Bürger gefordert, Verantwortung zu übernehmen und sein Kaufverhalten anzupassen. Hingegen brauche man keine Gesetze, "die noch mehr Bauern über die Klinge springen lassen". Ohnehin sei es bemerkenswert, dass derzeit ein Berufsstand am Pranger stehe, der entlang der gesetzlichen Vorgaben wirtschafte.

Der DBV-Vizepräsident betonte erneut die Notwendigkeit langfristiger politischer Orientierung: "Wir brauchen dringend verlässliche Ziele, mit denen wir im Wortsinn rechnen können." So sei für den Stall der Zukunft staatliche Unterstützung unverzichtbar. Die reiche von einer finanziellen Förderung über bau- und umweltrechtliche Genehmigungen bis hin zu einer verlässlichen Zusage, "dass wir einen solchen Stall mindestens 15 Jahre betreiben dürfen".

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