Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Leitungswasser kann in Deutschland bedenkenlos getrunken werden. Foto: pixabay

In Deutschland überschreitet das Trinkwasser aus großen zentralen Anlagen schon seit Jahren nicht mehr den Grenzwert für Nitrat. Weniger als ein Promilleteil der betreffenden, in den Jahren 2014 bis 2016 untersuchten Proben wiesen mehr als 50 mg Nitrat pro Liter auf. Auch bei nahezu allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen hielten mehr als 99,9 % der Proben die strengen rechtlichen Vorgaben ein. Diese Ergebnisse finden sich im aktuellen Bericht zur Trinkwasserqualität, der am Donnerstag (24. Mai) vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht worden ist.

Grenzwertüberschreitungen seien, wie schon in den Vorjahren, "absolute Einzelfälle", stellt das UBA fest. Es kommt deshalb zu dem Schluss, dass das Trinkwasser aus den großen zentralen Anlagen in Deutschland "eine sehr gute Qualität" besitzt.

Das Umweltbundesamt hat im aktuellen Bericht für die Jahre 2014 bis 2016 die Ergebnisse der Untersuchungen aus allen größeren Wasserversorgungen veröffentlicht. Diese versorgen rund 88 % der Bevölkerung in Deutschland. Grundlage seien die Meldungen der Bundesländer an das Bundesgesundheitsministerium und an es selbst, erläuterte das UBA. Dessen Präsidentin, Maria Kreutzberger, erklärte, Trinkwasser in Deutschland könne man ohne Bedenken trinken. Insbesondere aus größeren Wasserversorgungen sei dieses flächendeckend sogar von "exzellenter Qualität".

Zudem sei Trinkwasser aus dem Hahn um ein Vielfaches billiger als Flaschenwasser, stellte Kreutzberger des Weiteren fest. Ein Zwei-Personen-Haushalt zahle in Deutschland im Mittel für die Verwendung von täglich 242 l Trinkwasser 54 ct pro Tag, also 0,2 ct/l. Ein einziger Liter Mineralwasser koste mehr, so die UBA-Präsidentin. Sie trat damit indirekt auch Aussagen der Grünen entgegen, wonach es in den vergangenen Jahren zu einem rasanten Anstieg des Wasserpreises gekommen sei.

Die grüne Bundestagsfraktion hatte berichtet, dass die Trinkwasserkosten zwischen 2005 und 2016 nominal um 25 % gestiegen seien, und dies vor allem auf Umweltbelastungen der Landwirtschaft zurückgeführt. Daraufhin hatte das Statistische Bundesamt richtiggestellt, dass die Verbraucherpreise für Wasser in diesem Zeitraum nur um 17,6 % gestiegen seien, was in etwa der allgemeinen Teuerungsrate in dieser Periode entsprach.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.