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Die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und dabei das Klima zu schonen ist eine große Herausforderung für die Landwirtschaft. Foto: pixabay

Auf den im internationalen Vergleich niedrigen Anteil der Landwirtschaft an den Gesamtklimagasemissionen in Deutschland hat der Deutsche Bauernverband (DBV) mit Blick auf den Sonderbericht zur Klimawandel und Landsystemen hingewiesen, den der Weltklimarat (IPCC) am 8. August in Genf vorgestellt hat. Dieser stellt dar, dass weltweit 23 % der gesamten Treibhausgasemissionen aus Landwirtschaft, Landnutzung und Abholzung stammten. In Deutschland liege der Anteil der Landwirtschaft bei 7 %, berichtete der DBV. Und der Bereich Landnutzung und Forst binde jährlich rund 15 Mio. t Kohlendioxid.

Der DBV widme sich seit Jahren intensiv dem Thema Klimaschutz", unterstrich Verbandspräsident Joachim Rukwied und hob ergänzend hervor: "In unserer eigenen Klimastrategie haben wir im vergangenen Jahr unser Ziel einer Treibhausgaseinsparung um 30 % bis 2030 gegenüber 1990 verankert sowie mit 20 Klimaschutzmaßnahmen unterlegt". Der Berufsstand wolle seine Klimaleistungen weiter steigern und über den Ausbau der Bioenergie, den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und die Kohlendioxidbindung im Bodenhumus noch mehr zum Klimaschutz beitragen. "Wir sind überzeugt, dass die Landwirtschaft Teil der Lösung sein wird", betonte Rukwied.

Nach Ansicht des Verbandspräsidenten verdeutlicht der IPCC-Bericht, vor welchen enormen globalen Herausforderungen die Landwirtschaft steht: Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, Anpassung an den Klimawandel und Steigerung des Klimaschutzbeitrages. Diese Aufgaben seien nur zu lösen, wenn die Landwirtschaft weltweit auf den vorhandenen Flächen mehr Lebensmittel mit geringeren Treibhausgasemissionen erzeugte und nicht noch weiter die Flächen zu Lasten von Wäldern ausgedehnt würden. Vor diesem Hintergrund stehe das Handelsabkommen mit Mercosur auch dem Klimaschutzgedanken "diametral entgegen".

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft warnte, dass die Landwirtschaft die Herausforderungen nicht allein meistern könne. Neben dem Berufsstand müssten sich auch Ministerien, Parteien und Verbände konstruktiv einbringen. Veränderungen "immer nur abzuwehren, bringt uns ebenso wenig weiter wie die weit verbreitete Haltung, an Bäuerinnen und Bauern immer mehr Forderungen zu stellen und sich dann bei der Finanzierung der Kosten in die Büsche zu schlagen".

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