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Viele Betriebe hatten 2018 aufgrund von Trockenheit hohe Ernteausfälle zu beklagen, die zum Teil durch die Dürrehilfe aufgefangen wurden. Foto: Mechthilde Becker-Weigel

Das Kieler Landwirtschaftsministerium (Melund) hat das Bearbeitungsverfahren zur beantragten Dürrehilfe für das Jahr 2018 abgeschlossen. Am Donnerstag wurden die entsprechenden Beträge nach Ministeriumsangaben an insgesamt 595 Betriebe im Land ausgezahlt. Zusammen mit den bereits im Dezember 2018 ausgezahlten Vorschüssen (125 Fälle) summierte sich die Dürrehilfe auf insgesamt zirka 16,5 Mio. €. Dies entspreche einem Durchschnittsbetrag von 26.000 € pro Betrieb beziehungsweise 350 €/ha.

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) erklärte: "Die Landwirtinnen und Landwirte hatten im Dürrejahr 2018 eine extreme Situation mit zum Teil drastischen Ernteausfällen zu meistern. Es war richtig und wichtig, dass Land und Bund ihnen in dieser Situation finanziell unter die Arme gegriffen haben. Wir haben Hilfe in höchster Not geleistet." Diese solidarische Aktion des Steuerzahlers solle jedoch ein Einzelfall bleiben.

Albrecht wolle sich dafür einsetzen, dass künftig ein Teil der EU-Direktzahlungen für die Risikovorsorge reserviert wird. Auf diese Weise könnten sich alle Landwirte besser als jetzt auch finanziell auf Extremwetter vorbereiten. Der Ressortchef verwies darauf, dass das Land die Dürrehilfe in einem digital gestützten Verfahren sehr schlank umgesetzt habe. Noch ausstehende Bewilligungen (zirka 35) und Widersprüche (zirka 150) würden im Routinebetrieb abgewickelt.

Insgesamt haben in Schleswig-Holstein 1.031 Betriebe Dürrehilfe beantragt (davon 46 Ökobetriebe). Der Schwerpunkt der Antragstellung liegt im südlichen Teil des Geestrückens. 161 Betriebe haben zudem einen Antrag auf vorzeitige Abschlagszahlung eingereicht. Davon wurden 125 Anträge im Umfang von 2,99 Mio. € bewilligt und bereits im Dezember 2018 ausgezahlt. Auf diese Weise sei laut Melund eine schnelle und unbürokratische Nothilfe sichergestellt worden.

Mehr dazu lesen Sie in der Bauernblattausgabe 34/2019 unter der Rubrik "Agrarpolitik" und im digitalen Bauernblatt.

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