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Die Bauern sehen eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung kritisch. Foto: wlv

Die Notwendigkeit einer gezielten Düngung für die heimische Nahrungsmittelproduktion haben tausende Bauern am 4. April auf einer Kundgebung in Münster betont, die der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und der Weltfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) anlässlich der derzeit diskutierten Verschärfung der Düngeverordnung veranstalteten.

"Die regionale Erzeugung von Gemüse, Kartoffeln und Qualitätsgetreide steht auf dem Spiel", erklärte RLV-Präsident Bernhard Conzen. Ohne eine bedarfsgerechte Düngung wüchsen keine Pflanzen, und der Verbraucher müsse Abstriche bei der Qualität machen.

Wie der RLV hervorhob, wollen die Landwirte "ihren Teil der Verantwortung für den Schutz des Grundwassers übernehmen und an Lösungen arbeiten". Das sei aber nur möglich, wenn die jeweiligen regionalspezifischen Faktoren beachtet würden. Ein "Ordnungsrecht, das alles über einen Kamm schert", sei keine Lösung. Wie ein Weg aussehen könnte, zeigten dagegen die Erfahrungen aus 128 Trinkwasserkooperationen in Nordrhein-Westfalen, erläuterte der RLV. In diesen ergriffen die Landwirte gezielt Wasserschutzmaßnahmen, wobei der dadurch entstehende Minderertrag oder Mehraufwand finanziell ausgeglichen werde.

Dieses Instrument liefert laut RLV seit drei Jahrzehnten einen gesicherten Beitrag zur Trinkwasserversorgung. Daher sei nun die Politik gefordert, mit einer Förderung im Rahmen von Umweltprogrammen sinnvolle Maßnahmen für mehr Gewässerschutz zu begleiten. Hintergrund der Kundgebung in Münster ist, dass die EU-Kommission die Bundesregierung dazu verpflichtet hat, das erst 2017 in Kraft getretene Düngerecht zu verschärfen. Vorgesehen ist unter anderem ein Abschlag von 20 % des Bedarfs bei der Düngung in den sogenannten roten Gebieten.

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