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Bloggerin Merle Primke berichtet für das Bauernblatt über Wohnideen auf dem Land. Foto: soulpicture
Fotos: Merle Primke

Rustikales Wohnen unter Denkmalschutz

Seit 1988 wohnen Maike Nielsen und ihr Mann Martin in dem denkmalgeschützten ehemaligen Bauernhaus von 1910 im beschaulichen Hohenfelde im Kreis Plön. Damals noch in Kiel lebend, suchten sie lange Zeit nach einem passenden Haus auf dem Land. Martin arbeite im Nachbarort als Deutsch- und Kunstlehrer.

Durch einen Zufall entdeckten sie das auf einem Hügel am Waldrand gelegene Anwesen. Maike war zu dem Zeitpunkt erst 27 Jahre alt, Martin war 33. Trotzdem fiel es ihnen nicht schwer, sich schon festzulegen. „Unsere Entscheidung haben wir nie infrage gestellt. Für uns stand von Anfang an fest, dass wir das jetzt machen“, erzählt Maike. „Trotz der umfangreichen Renovierungen hat es sich gelohnt – wir hatten uns direkt verliebt!“
Auf den 200 m2 Wohnfläche verbrachten sie die vergangenen Jahre mit ihren drei Kindern, bevor diese nach und nach auszogen. Nun hat das Ehepaar das Haus wieder ganz für sich alleine und genießt die Ruhe und den vielen Raum. Jetzt ist auch wieder mehr Zeit für eines ihrer größten Hobbys: umräumen und Dingen einen neuen Anstrich verpassen. „Uns war es immer wichtig, dass es einfach schön zu Hause ist und wir uns wohlfühlen. Dabei waren wir nie auf einen bestimmten Stil oder ein Designideal festgelegt. Wir machen einfach das, was uns gefällt – und dann kommt es automatisch, wie es kommt.“ Maike und Martin mischen gerne einzigartige Errungenschaften vom Flohmarkt mit praktischen Elementen eines bekannten skandinavischen Möbelherstellers. So steht beispielsweise ein sonnenblumengelbes Sofa neben einem selbst gebauten rustikalen Couchtisch. Ihr Motto: schlicht und einfach mit einer Prise Individualität.
Seit 20 Jahren fahren sie regelmäßig auf einen großen Nostalgie- und Landhandelmarkt nach Brørup in Dänemark. „Dort kann man ein Schwein, aber auch einen antiken Schrank kaufen. Obwohl die Preise mittlerweile höher geworden sind, legen wir trotzdem einmal im Jahr die 250 Kilometer zurück – vor allem der Tradition wegen“, so Martin.
Der Lieblingsplatz der beiden ist der ausgebaute Dachstuhl mit seinen viele Balken. Er ist auch der Grund dafür, dass das Haus unter Denkmalschutz steht. Früher als Kornboden genutzt, dient er heute als Wohn- und Essbereich. Hier mischen sich all die über die Jahre zusammengesammelten Errungenschaften der Nielsens mit den neu angeschafften Möbelstücken. Überall auf den Fensterbänken und in den vielen Bücherregalen finden sich zudem besondere Dekoobjekte. Nostalgische Vasen mit getrockneten Blumen, Schweinchenfiguren in verschiedensten Ausführungen, bunte Modellautos, alte Radios. An den Wänden hängen von Martin gemalte Bilder neben Mäusefallen, in die Fotografien geklemmt wurden.
Als gelernte Baumschulerin hält sich Maike am liebsten in dem 5.000 m2 großen Garten auf. Hier werkelt sie leidenschaftlich gerne in ihrem kleinen Gewächshaus oder in den Beeten. „Mir wird nie langweilig. Entweder pflanze ich neues Gemüse an oder ich werkle an meinen Stauden. Zum Glück habe ich viel Platz, um immer wieder Neues auszuprobieren“, sagt sie mit einem verträumten Blick, der durch das Dachfenster hinaus in den Garten schweift. „Endlich ist der Frühling da, und ich kann mich wieder in meine geliebte Gartenarbeit stürzen.“

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