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...Ursula Schröder

Ursula Schröder informiert sich an einer Infotafel im Naturschutzgebiet "Barker Heide". Foto: Kathrin Iselt-Segert

16%ige Steigungen mit dem Fahrrad hinaufzukraxeln ist im Urlaub nicht jedermanns Sache. Ursula Schröder hat solche Touren gerade zusammen mit ihrem Mann an der Steilküste zwischen Koserow und Bansin auf der Halbinsel Usedom bewältigt. Und weil sie so gern mit ihrem "Pegasus" unterwegs ist, führt sie seit vielen Jahren die Fahrradausflüge des OV Stuvenborn im Kreis Segeberg. Das Bauernblatt war mit der fitten 66-Jährigen unterwegs.

Auf flacher Strecke ins Naturschutzgebiet "Barker Heide" erklärt Ursula Schröder, warum Ausflüge mit dem Fahrrad bei den LandFrauen so beliebt sind: "LandFrauen sind gern in der Natur auf Wegen unterwegs, die man mit dem Auto nicht erreicht." Bewegung sei wichtig, aber sie kehrten natürlich auch gern ein, fügt sie mit einem Lachen hinzu.

Am 3. September startet die diesjährige Tour des OV Stuvenborn. Das Programm stellt Ursula Schröder, die vor 30 Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörte, jedes Jahr mit neuen Ausflugszielen zusammen. Diesmal hat sie ein Quiz vorbereitet. Mehr will sie nicht verraten. Damit die Tour für alle passt, radelt sie die Strecke zuvor mit ihrem Mann ab, nimmt die Zeit und notiert die Kilometer. Eine Stelle wäre für die aktuelle Tour schwer zu fahren. Deshalb wählte sie einen kleinen, aber leichteren Umweg. Auch die Einkehr testen sie zuvor mit ihrem Mann.

Begeistert ist die einstige Steuerfachgehilfin von den vielen Bauerhofcafés. Bei der Suche nach neuen Lokalitäten stößt sie auch auf interessante Geschichten. In Heidmühlen zum Beispiel machte eine junge Frau, die in Bad Oldesloe arbeitet, aus Leidenschaft für das Backen ein Bauernhofcafé auf – nur fürs Wochenende. Jetzt überlegt sie mit ihrer Familie, den kleinen Betrieb zu erweitern, so groß ist der Ansturm.

Auch Ursula Schröder, die einstige Kassiererin des Vereins, ist durch ihre Leidenschaft fast unmerklich zur Fahrradtourenfrau geworden. "Das macht mir einfach Spaß", sagt sie. Früher seien die Ausflüge aufwendig gewesen, weil alle Fahrräder mit Anhängern zu einem Ort in Schleswig-Holstein transportiert wurden und von dort die Fahrradtour startete. Inzwischen wird ausschließlich geradelt. Dafür zieht Ursula Schröder einen imaginären Radius von etwa 20 km rund um Sievershütten und sucht Strecken aus, die insgesamt nicht die 40-km-Marke überschreiten.

Die Ideen gingen ihr noch lange nicht aus, schmunzelt sie und zählt auf: Hennstedter Moor, Kisdorferwohld (da wird es auch mal richtig hügelig), Segeberger Forst, Alsterniederung oder Itzstedter See. Sie kennt die Gegend wie ihre Westentasche. Unterwegs brauche sie keine Karte, die habe sie im Kopf, so die aktive LandFrau, die auch walkt, schwimmt und Gymnastik macht. In der Vorbereitung sucht sie dann besondere Erlebnispunkte wie den Barfußpark in Todesfelde oder Europas längsten Lehrpfad auf der alten Bahntrasse zwischen Elmshorn und Bad Oldesloe.

Begonnen habe für sie das Tourenfahren bei den Urlaubsreisen mit den Kindern. "Wenn es nach Föhr oder Bornholm ging, hatten wir immer vier Fahrräder auf dem Auto", erinnert sie sich. "Jetzt als Rentner haben wir dafür noch mehr Zeit", ist Ursula Schröder froh. Die Lieblingsstrecke, die sie mit ihrem Mann fahre, sei eine Abendrunde zum Itzstedter See und über Nahe zurück nach Sievershütten – 17 km.

Auch bei den Touren mit den LandFrauen sind immer einige Männer dabei. Das sei ganz gut, falls mal eine kleine Reparatur nötig sei, sagt die Fahrradtourenführerin mit einem Augenzwinkern. Aber sie könne auch selbst einen Schlauch flicken oder wechseln. Trotzdem ist sie froh, dass die Stuvenborner LandFrauen bisher von größeren Pleiten, Pech und Pannen verschont geblieben sind.

Wichtig sei ein Fahrrad, das leicht zu fahren sei, schwört sie auf ihren Sieben-Gänge-Drahtesel mit Alugestell. Ein E-Bike könnte später mal in Frage kommen. Schließlich wolle sie sich noch ein wenig trimmen. Am wichtigsten sei ihr, dass man ein Rad habe, mit dem man immer so weiterfahren könnte, einfach weiter. Kathrin Iselt-Segert

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