Bauernblatt Schleswig-Holstein
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27.01.2012 -
Schmallenberg-Virus erreicht Schleswig-Holstein
Gnitzen – auch Bartmücken genannt – übertragen nicht nur die Blauzungenkrankheit, sondern auch das Schmallenberg-Virus. Infektionen können bei Wiederkäuern unter anderem zu Aborten führen. Foto: imago
Fünf Fälle in Schafherden
In Schleswig-Holstein sind inzwischen fünf Fälle einer Tierkrankheit festgestellt und bestätigt worden, die durch das sogenannte Schmallenberg-Virus ausgelöst wird (siehe auch vorige Ausgabe). Bei den Betrieben handelt es sich um größere Schafhaltungen, aus denen in der vorigen Woche Proben vom Landeslabor an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) geleitet wurden. Das Virus, das durch Mücken und Gnitzen (Foto) übertragen wird, kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen, für den Menschen ist es ungefährlich. Schäden in Form von Totgeburten oder Missbildungen können bei Tieren vor allem auftreten, wenn diese in einer bestimmten Phase der Trächtigkeit infiziert werden. Daher wird vermutet, dass sich die betroffenen Muttertiere im Herbst 2011 infiziert haben. Wegen der Witterung ist momentan nicht mit Neuinfektionen zu rechnen. Impfstoffe stehen nicht zur Verfügung. Für das Bundesgebiet liegen bislang 58 bestätigte (bei Schafen, aber auch bei Rindern) und 124 Verdachtsfälle vor (Stand Mittwoch). Der Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die EU-Kommission erwägt finanzielle Hilfen für die betroffenen Betriebe. Foto: imago





