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Bauernblatt Schleswig-Holstein

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25.02.2010 -  

Bauerntag des Kreisverbandes  Südtondern in Niebüll

Bild - Bauerntag des Kreisverbandes  Südtondern in Niebüll

Gerd Sonnleitners Rede fand bei den 250 Gästen reges Interesse und viel Zustimmung. Foto: Ann-Katrin Gerwers
„Südtondern darf nicht unter der Marktferne leiden“
Rund 250 Mitglieder und Gäste kamen nach Niebüll, um den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, zu hören (siehe Anhang). Außerdem fanden  die schleswig-holsteiner Themen reges Interesse, die der Vizepräsident des hiesigen Bauernverbandes, Peter Lüschow, und der Kreisvorsitzende des KBV Südtondern, Wolfgang Stapelfeldt, ansprachen.
Nach stimmungsvollem Beginn durch die Jagdhornbläser Südtondern und der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Wolfgang Stapelfeldt hielten mehrere Redner Grußworte, in denen sie ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft zum Ausdruck brachten. Stapelfeldt ging anschließend auf die Problematik in der Landwirtschaft allgemein und auf die Besonderheiten von Südtondern ein. „Wir sind in Südtondern strukturell gut aufgestellt, allerdings bereitet uns unser Standort am nördlichsten Zipfel Deutschlands immer wieder Probleme“, so der Kreisvorsitzende. „Wir haben eine geografische Randlage und leiden auch unter der undurchlässigen Grenze zu Dänemark, etwa bei den Lebendtiertransporten.“ Diese Marktferne sei  eines der größten Dilemmas und dürfe nicht durch noch kürzere Transportzeiten bei den Schweinefrachten verstärkt werden. „Ein weiteres Problem sind auch die schlechten Meiereistrukturen im Land, die uns in  Südtondern ebenfalls stark treffen“, bekräftigte Stapelfeldt.  
Auch auf das Thema der CO2-Lagerung im Kreis Nordfriesland ging er ein. „Wir haben bisher im geschlossenen Verbund gegen eine Lagerung angekämpft und werden das auch weiterhin tun. Es kann nicht angehen, dass auf der einen Seite die Erneuerbaren Energien vorangetrieben und auf der anderen Seite Kohlekraftwerke gebaut werden, deren CO2-Ausstoß in einer Erneuerbare-Energien-Region gelagert werden soll“, betonte Stapelfeldt. Belastend für die Betriebe sei auch der fehlende  Bürokratieabbau, der immer wieder angekündigt werde, aber nur auf dem Papier existiere.  „Die Bürokratie lähmt oft die eigentliche Arbeit auf den Betrieben, deswegen wird unser Verband nicht aufhören, dagegen anzugehen“, so Stapelfeldt. Er forderte  außerdem alle Verbandsmitglieder auf, sich nicht  zu zerstreiten, sondern mit einer Stimme zu sprechen, um in der Politik etwas zu erreichen, und sagte dabei DBV-Präsident Gerd Sonnleitner die volle Unterstützung zu.
Peter Lüschow unterstrich, dass der Bauernverband mit den  Streichungen der AFP- und MFP-Mittel nicht einverstanden sei, zumal das Land damit nur etwa 1 Mio. € einsparen würde, da die Mittel zum großen Teil aus der EU und vom Bund stammen. Die Meiereien und die Mitglieder der Genossenschaften forderte Lüschow auf, intensiver zusammzuarbeiten und ihre Kräfte und Angebote zu bündeln. Ann-Katrin Gerwers
transparent

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